Sechs NRW-Kommunen starten digitale Plattform Urban Stack für effizienten Datenaustausch

Iwona Kohl
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Eine Stadtstraße mit Autos, Fußgängern, Gebäuden, Strommasten, Ampeln, Schildern, Bäumen und einer bewölkten Himmel.Iwona Kohl

Sechs NRW-Kommunen starten digitale Plattform Urban Stack für effizienten Datenaustausch

Sechs Kommunen in Nordrhein-Westfalen haben sich zusammengeschlossen, um eine neue digitale Plattform namens Urban Stack einzuführen. Das von Gütersloh entwickelte System soll den Datenaustausch vereinfachen und kostengünstige Lösungen für lokale Behörden schaffen. Die Vereinbarung markiert die erste offizielle Zusammenarbeit im Rahmen des Projekts seit dessen Start.

Ursprünglich hatte Gütersloh den Urban Stack als Open-Data-Plattform für Städte und Kreise konzipiert. Das System ermöglicht es den beteiligten Behörden, Informationen auszutauschen, während sie die volle Kontrolle über ihre eigenen Daten behalten. Jede Kommune entscheidet selbst, wer Zugriff auf ihre Unterlagen erhält und unter welchen Bedingungen.

In der Pilotphase liegt der Fokus auf sensorbasierten Messungen, insbesondere Wetterdaten. Um teilzunehmen, zahlt jeder Gemeinderat eine einmalige Gebühr von 5.000 Euro, die die technische Einrichtung und die Integration von Sensoren für Wetterstationen abdeckt. Carsten Schlepphorst, der stellvertretende Bürgermeister von Gütersloh, betont das Potenzial der Plattform, Kosten zu senken und digitale Ressourcen effizienter gemeinsam zu nutzen.

Der Urban Stack hat bereits auf Smart-City-Veranstaltungen und Digitalkonferenzen bundesweit Aufmerksamkeit erregt. Trotz des anfänglichen Interesses hatten sich vor dieser Vereinbarung jedoch keine weiteren deutschen Kommunen angeschlossen. Nun sind Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg, Verl, Detmold und der Kreis Gütersloh die ersten, die das System offiziell einführen.

Über Wetterdaten hinaus unterstützt die Plattform die gemeinsame Entwicklung digitaler Anwendungen. Die Verantwortlichen erhoffen sich davon neue Werkzeuge für Stadtplanung, öffentliche Dienstleistungen und Umweltüberwachung.

Die sechs Kommunen werden den Urban Stack in den kommenden Monaten implementieren. Jede behält dabei die volle Hoheit über ihre Daten, profitiert aber gleichzeitig von geteilter Technologie und geringeren Kosten. Sollte das Projekt erfolgreich verlaufen, könnte dies eine breitere Einführung in ganz Deutschland anstoßen.

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