Akademischer Austausch im Umbruch: DAAD verlässt Russland, USA-Forscher fliehen nach Deutschland
Akademischer Austausch im Umbruch: DAAD verlässt Russland, USA-Forscher fliehen nach Deutschland
Deutsche Akademische Austauschprogramme erleben tiefgreifende Veränderungen: US-Kürzungen treiben Forscher ins Ausland, politische Spannungen stoppen DAAD-Aktivitäten in Russland
Die deutschen Programme für akademischen Austausch stehen vor großen Umbrüchen: Während Kürzungen der US-Fördergelder immer mehr Wissenschaftler ins Ausland drängen, hat der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) – die weltweit größte Förderorganisation für Studierenden- und Forscheraustausch – aufgrund der politischen Spannungen in Russland seine Arbeit dort einstellen müssen. Gleichzeitig steigt das Interesse amerikanischer Wissenschaftler an Möglichkeiten in Deutschland.
Gleichzeitig zeigen deutsche Studierende weniger Begeisterung für ein Studium in den USA, während die Bewerbungen für DAAD-Stipendien in Deutschland stark zugenommen haben.
Anfang 2025 löste die Rückkehr Donald Trumps ins US-Präsidentenamt drastische Kürzungen in der Klimaforschung aus. Bis Mitte 2026 hatten Schlüsselinstitutionen wie die National Science Foundation (NSF) und das Energieministerium (Department of Energy, DOE) ihre Fördermittel für klimabezogene Projekte um 30 bis 40 Prozent gekürzt. Selbst Eliteuniversitäten wie Harvard, Stanford und Princeton müssen nun mit knapperen Budgets auskommen, während Drittmittel immer schwerer zu akquirieren sind. Stattdessen rücken Industriekooperationen – vor allem in der fossilen Energieforschung – in den Fokus, was den Wettbewerb um die verbleibenden Gelder weiter verschärft.
In der Folge wenden sich immer mehr US-Forscher Deutschland zu. Die Alexander von Humboldt-Stiftung und die Max-Planck-Gesellschaft verzeichnen einen deutlichen Anstieg an Anfragen von amerikanischen Wissenschaftlern, die eine Stelle in Deutschland suchen. Auch die Bewerbungen für DAAD-Masterstipendien im Land haben sich mehr als verdoppelt – ein klares Zeichen für die wachsende Nachfrage.
In Russland hat sich die Lage anders entwickelt. In den letzten Monaten stufte das russische Justizministerium den DAAD als "unerwünschte Organisation" ein. Diese Einordnung zwingt die Behörde, ihr Moskauer Büro sowie das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus zu schließen. Russische Bürger, die mit dem DAAD zusammenarbeiten, müssen nun mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen. Damit endet faktisch eine jahrzehntelange akademische Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern.
Auf der anderen Seite des Austauschs lässt das Interesse deutscher Studierender an den USA nach. Die Anfragen von deutschen Bachelor- und Doktorand:innen, die in den USA studieren möchten, sind im vergangenen Jahr um etwa zehn Prozent zurückgegangen.
Der Rückzug des DAAD aus Russland markiert das Ende langjähriger wissenschaftlicher Verbindungen zwischen den beiden Nationen. In den USA treiben die gekürzten Mittel für die Klimaforschung Forscher ins Ausland, wobei Deutschland zu einem zentralen Ziel wird. Gleichzeitig sinkt die Zahl deutscher Studierender, die in den USA studieren möchten, während die Bewerbungen für inländische Stipendien weiter steigen.
Diese Entwicklungen spiegeln die größeren politischen und finanziellen Zwänge wider, die die globale akademische Mobilität derzeit umgestalten.
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