Essen gewinnt RuhrMobilitätspreis für fahrradfreundliche Arbeitgeber-Initiative

Essen gewinnt RuhrMobilitätspreis für fahrradfreundliche Arbeitgeber-Initiative
Essens Engagement für umweltfreundlichere Mobilität wurde beim erstmals vergebenen RuhrMobilitätspreis ausgezeichnet. Die Initiative „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ belegte den dritten Platz des Wettbewerbs, der im Rahmen der Mobilitätskonferenz des Regionalverbands Ruhr ins Leben gerufen wurde. Das seit 2017 laufende Programm hat bereits Dutzenden Unternehmen geholfen, ihre Emissionen zu senken, indem es Radfahren unter den Mitarbeitenden fördert.
Die Initiative startete 2017 unter der Federführung der Green Capital Agency, der EWG, des ADFC und der Arbeitsgruppe Fahrradfreundlicher Arbeitgeber. Mittlerweile gehören über 60 Organisationen zu dieser bundesweit einzigartigen Arbeitsgruppe. Ihr Ziel ist klar: Bis 2035 soll der Radverkehrsanteil in Essen auf 25 Prozent aller Wege steigen.
Um dies zu erreichen, wurden bisher 16 Workshops mit rund 100 Unternehmen durchgeführt. Jeder Teilnehmer erhielt einen Zuschuss von 1.000 Euro, um die Zertifizierung als „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ zu erlangen. Bisher haben 42 Essener Betriebe das Verfahren erfolgreich durchlaufen – 90 Prozent von ihnen entschieden sich für eine Rezertifizierung. Zertifizierte Arbeitgeber führen praktische Maßnahmen ein, wie sichere Fahrradabstellplätze, Dienstfahrräder oder Aufklärungskampagnen. Diese Schritte motivieren Mitarbeitende, vom Auto auf das Rad umzusteigen, und tragen so zur Verringerung von Verkehr und Luftverschmutzung bei. Essen führt damit bundesweit bei der Zahl zertifizierter fahrradfreundlicher Arbeitsstätten.
Simone Raskob, Essens Dezernentin für Umwelt, Verkehr und Sport, betonte die Bedeutung des Programms für eine nachhaltigere Verkehrsplanung in der Stadt. Der Erfolg der Initiative setzt Maßstäbe für andere Regionen, die durch aktive Mobilität ihre Emissionen senken wollen.
Die Auszeichnung mit dem RuhrMobilitätspreis rückt Essens Radverkehrsförderung in den Fokus. Mit 42 zertifizierten Unternehmen und einer hohen Rezertifizierungsquote verändert die Initiative bereits jetzt die Art und Weise, wie Mitarbeitende zur Arbeit kommen. Das langfristige Ziel bleibt ein Radverkehrsanteil von 25 Prozent bis 2035 – unterstützt durch Fördergelder, Workshops und wachsende Unterstützung seitens der Arbeitgeber.

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