Friedrich Merz: Vom Wirtschaftsexperten zurück an die Macht als Bundeskanzler
Thies FreudenbergerVom Friesenstand-Rebellen zum Bundeskanzler - Friedrich Merz: Vom Wirtschaftsexperten zurück an die Macht als Bundeskanzler
Friedrich Merz ist nun seit sechs Monaten deutscher Bundeskanzler. Mit 70 Jahren ist er der zweitälteste Amtsinhaber in der Geschichte der Bundesrepublik. Seine politische Laufbahn erstreckt sich über Jahrzehnte – von der Führung der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag bis zu seiner jüngsten Rückkehr an die Macht nach Jahren in der Wirtschaft.
Erstmals in den Fokus der Öffentlichkeit rückte Merz im Jahr 2000, als er Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion wurde. Dieses Amt übte er bis 2002 aus, bevor Angela Merkel die Führung übernahm. Später schloss er sich dem Andenpakt an, einer Gruppe von CDU-Politikern, die Merkels Kurs kritisch gegenüberstanden.
Nach seinem Ausscheiden aus dem Bundestag 2009 wechselte Merz in die Privatwirtschaft. Über ein Jahrzehnt lang arbeitete er als Anwalt und Unternehmensberater, unter anderem bei BlackRock. Sein politisches Comeback begann 2018 und gipfelte 2022 in seiner Wahl zum CDU-Vorsitzenden.
Als Kanzlerkandidat der Union errang er den Sieg und trat sein Amt an. Sein erster offizieller Auftritt als Kanzler erfolgte am 25. März 2026 während einer Bundestagssitzung und eines Wahlkampfauftritts in Rheinland-Pfalz. Geboren und aufgewachsen im Sauerland, geht er dort noch heute – wenn die Zeit es zulässt – seiner Leidenschaft für Mountainbiking nach.
Merz' Karriere pendelte stets zwischen Politik und Wirtschaft, mit prägenden Stationen im Europäischen Parlament und im Bundestag. Seine Rückkehr an die Spitze leitet eine neue Phase für die deutsche Regierung ein. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie seine Erfahrung die Politik und das öffentliche Leben prägt.






