13 February 2026, 21:09

Nordische Literaturtage in Hamburg: Stimmen aus Skandinavien und dem Norden

Ein altes Buch mit einer detaillierten Karte von Hamburg, Deutschland, mit Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten, begleitet von beschreibendem Text über die Stadt.

Nordische Literaturtage in Hamburg: Stimmen aus Skandinavien und dem Norden

Hamburg News: Die Hamburger Nordischen Literaturtage kehren diese Woche zurück und versammeln Schriftsteller:innen aus der gesamten Region. Vom 24. bis 27. November präsentiert das Festival etablierte Namen und aufstrebende Stimmen in einer Mischung aus Lesungen, Diskussionen und Performances. Die meisten Veranstaltungen finden in den Originalsprachen statt, für das Publikum werden deutsche Untertitel bereitgestellt.

Eröffnet wird das Festival von Linn Ullmann, die ihren autofiktionalen Roman "Mädchen, 1983" vorstellt. Später liest Karen Köhler aus der deutschen Übersetzung desselben Werks. Das diesjährige Programm vereint renommierte Autor:innen wie Helle Helle und Katja Kettu mit Newcomer:innen wie der Finnin Susanna Hast und der Dänin Cecilie Lind.

Am Dienstag rückt das Programm patriarchale Strukturen in den Fokus – mit Lesungen und Gesprächen zu diesem Thema. Am Mittwoch gibt die Debütautorin Kathrine Nedrejord, die samischer Herkunft ist, ihr erstes Gastspiel bei den Literaturtagen.

Parallel dazu findet an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HfbK) eine Veranstaltung statt, bei der sechs Schriftsteller:innen aus Schweden und Deutschland ihre Biografien in poetischen Kartografien erkunden. Eine weitere Diskussion widmet sich Island mit den Gästen Pedro Gunnlaugur Garcia und Berit Glanz.

Die Nordischen Literaturtage wurden 1986 ins Leben gerufen und waren ursprünglich auf die jährliche Buchhändlerkonferenz in Hamburg abgestimmt. Mittlerweile haben sie sich zu einem zentralen kulturellen Ereignis für Literatur aus der Region entwickelt.

Bis zum 27. November bietet das Festival eine Vielfalt an Sprachen, Themen und literarischen Stilen. Die Lesungen finden größtenteils in den Originalsprachen statt, Untertitel sorgen für Barrierefreiheit. Sowohl arrivierte Autor:innen als auch junge Talente präsentieren ihre Werke im Rahmen des viertägigen Events.