Deutsch-polnische Beziehungen im Fokus: Dialogabend in Bergisch Gladbach
Thies FreudenbergerDeutsch-polnische Beziehungen im Fokus: Dialogabend in Bergisch Gladbach
Ein politischer Abend in Bergisch Gladbach brachte Experten und Bürger zusammen, um über die deutsch-polnischen Beziehungen zu diskutieren. Die vom Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Pszczyna–Bergisch Gladbach organisierte Veranstaltung bot einen Vortrag von Professor Dieter Bingen. Die Redner blicken dabei auch auf die langjährige Partnerschaft der beiden Städte seit 1993 zurück.
Eröffnet wurde der Abend mit Begrüßungsworten von Herbert Kurek, dem Schatzmeister des Vereins. Er betonte die Bedeutung der Städtepartnerschaft mit Pszczyna und verwies darauf, wie Vorurteile oft aus Unwissenheit oder unreflektierten Klischees entstehen. Kurek rief zu aktiven Bemühungen auf, diese Vorbehalte abzubauen.
Anschließend hielt Professor Dieter Bingen einen Vortrag zur Geschichte und zum aktuellen Stand der deutsch-polnischen Beziehungen. Dabei hob er die Rolle des Weimarer Dreiecks – eines Kooperationsrahmens zwischen Deutschland, Frankreich und Polen – hervor. Bingen ging auch auf den anhaltenden Ukraine-Krieg ein und mahnte mehr "diplomatisches Fingerspitzengefühl" im Umgang mit Polen an.
Der Professor unterstrich zudem die Notwendigkeit größerer "gegenseitiger Achtung und Solidarität" zwischen beiden Nationen. Sein Referat beleuchtete sowohl die erreichten Fortschritte als auch die gegenwärtigen Herausforderungen in den bilateralen Beziehungen.
Unter den Gästen befand sich auch Peter Graf von Hochberg, der 7. Fürst von Pless, dessen Familie eng mit der Region Pszczyna verbunden ist. Die Veranstaltung klang bei einem informellen Empfang mit Brezeln, Krakauer Würstchen und polnischem Bier aus.
Die Diskussion unterstrich die seit 1993 offiziell besiegelten, engen Verbindungen zwischen Bergisch Gladbach und Pszczyna. Zwar wird die Partnerschaft vom Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Pszczyna getragen, konkrete kulturelle oder wirtschaftliche Austauschprojekte blieben jedoch ungenannt. Der Abend stärkte die Forderung nach einer intensiveren Zusammenarbeit und einem besseren Verständnis zwischen Deutschland und Polen.






