Willich plant neue Kita-Gebühren – Eltern protestieren gegen Geschwisterzuschläge und Erhöhungen
Doris DowergWillich plant neue Kita-Gebühren – Eltern protestieren gegen Geschwisterzuschläge und Erhöhungen
Eltern in Willich sehen sich mit neuer Frustration konfrontiert, da die Stadt über die Einführung neuer Gebühren für Kinderbetreuung nachdenkt. Der Jugendhilfe-Elternbeirat (JAEB) hat sich gegen Pläne ausgesprochen, Geschwisterzuschläge einzuführen und bestehende Kosten zu erhöhen. Die Debatte kommt nach Jahren der Kritik an unterbesetzten Einrichtungen und jüngsten Schließungen wie der Kita Alperhof.
Der Haushaltsdruck der Stadt zwingt die Verantwortlichen, nach zusätzlichen Einnahmen zu suchen. Die CDU schlug vor, Gebühren für Geschwisterkinder in Kitas und Tagespflege einzuführen. Ziel ist es, durch diese Änderungen 500.000 Euro einzunehmen – zusätzlich zu weiteren 100.000 Euro, die durch eine Begrenzung inflationsbedingter Gebührenerhöhungen eingespart werden sollen.
Die Anratherin Marlene Mendes kritisierte die Pläne scharf und bezeichnete die Gebührenerhöhungen und die Streichung von Geschwisterrabatten als ungerecht. Auch Dietmar Winkels, Sprecher der SPD, teilte die Bedenken und argumentierte, Eltern trügen bereits einen zu großen Teil der finanziellen Last. Er bestehe darauf, dass die Haushaltslücke nicht durch weitere Belastungen der Familien geschlossen werden dürfe.
Der Haupt- und Finanzausschuss hat die Verwaltung nun beauftragt, die Elternbeiträge zu überprüfen. Ein überarbeiteter Vorschlag wird bis zum 28. April erwartet. Für viele fühlt sich dieser Schritt jedoch wie ein weiterer Rückschlag in einem langwierigen Streit um Qualität und Bezahlbarkeit der Kinderbetreuung an.
Die Überprüfung der Gebühren wird entscheiden, ob Geschwisterrabatte gestrichen und die Kosten weiter steigen. Eltern und Aktivisten fordern stattdessen bessere Personalschlüssel und mehr Betreuungsplätze – statt höherer Abgaben. Die endgültige Entscheidung der Stadt steht bis Ende April an.






