Metallhandwerk in NRW einigt sich auf zweistufige Lohnerhöhungen bis 2027
Doris DowergLohnabschluss im westfälischen Schlosserei-Handwerk - 4,1 Prozent mehr - Metallhandwerk in NRW einigt sich auf zweistufige Lohnerhöhungen bis 2027
Rund 58.000 Beschäftigte im Metallhandwerk Nordrhein-Westfalens haben einen neuen Tarifabschluss erzielt. Die Einigung folgt auf wochenlange Verhandlungen und sieht gestaffelte Lohnerhöhungen über die nächsten zwei Jahre vor. Sowohl Gewerkschaften als auch Arbeitgeber bezeichneten das Ergebnis als ausgewogen.
Die Gespräche zwischen der IG Metall NRW und den Arbeitgebern endeten mit einer zweistufigen Lohnerhöhung. Die erste Anpassung um 2,85 Prozent tritt im Januar 2026 in Kraft. Eine weitere Erhöhung um 1,25 Prozent folgt am 1. Dezember 2026, sodass sich die Gesamtsteigerung auf 4,1 Prozent beläuft.
Während des Tarifkonflikts hatten sich über 2.000 Beschäftigte aus 30 Betrieben an Warnstreiks beteiligt. Die Aktionen unterstrichen die Forderung nach fairen Löhnen angesichts steigender Lebenshaltungskosten.
Der Abschluss umfasst zudem höhere Ausbildungsvergütungen. Patrick Loos, Verhandlungsführer der IG Metall, nannte ihn einen "fairen Kompromiss". Die Vereinbarung gilt bis Ende März 2027 und schafft damit Planungssicherheit für Beschäftigte und Unternehmen gleichermaßen.
Das neue Tarifwerk zielt darauf ab, die Kaufkraft der Arbeitnehmer zu sichern, ohne die Unternehmen übermäßig zu belasten. Die gestaffelten Erhöhungen und die längere Laufzeit bieten in unsicheren Wirtschaftszeiten verlässliche Perspektiven. Der Abschluss gilt für alle 58.000 Beschäftigten der Branche in NRW.






