03 April 2026, 04:21

Solingen rüstet sich gegen Angriffe auf kritische Infrastruktur bis 2028

Eine Liniengrafik, die die Konfliktmilderungsfinanzierung in Sudan zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Solingen rüstet sich gegen Angriffe auf kritische Infrastruktur bis 2028

Solingen stärkt Abwehr gegen wachsende Bedrohungen kritischer Infrastruktur

In Solingen wurden Maßnahmen ergriffen, um die Verteidigung gegen die zunehmenden Gefahren für kritische Infrastruktur zu verstärken. Bei einer kürzlichen Veranstaltung der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Solingen trafen sich Vertreter des Militärs, der Polizei und der Rettungsdienste, um die zivil-militärische Zusammenarbeit zu erörtern. Die Gespräche standen im Zeichen des 70. Gründungsjubiläums der Bundeswehr und konzentrierten sich auf den Schutz der Wasserversorgung, der Strom- und Gasnetze in Krisenzeiten.

Die unter dem Titel "Innere Sicherheit in Zeiten erhöhter Bedrohungen – Wie sieht die zivil-militärische Zusammenarbeit aus?" stehende Veranstaltung betonte die Notwendigkeit einer besseren Abstimmung zwischen den Sicherheitsbehörden. Experten warnten, dass gezielte Angriffe auf zivile Infrastruktur bis 2028 Realität werden könnten.

Gerlinde Steingrüber, Vorsitzende der MIT Solingen, eröffnete die Veranstaltung mit einem Appell zur Verteidigung von Freiheit, Frieden und Demokratie. Sie forderte verstärkte gemeinsame Anstrengungen, um die Gesellschaft vor neuen Risiken zu schützen.

Generalmajor Andreas Henne, Kommandeur der Abteilung Territoriale Aufgaben der Bundeswehr, skizzierte ein Szenario, in dem zivile Infrastruktur im Jahr 2028 gezielten Angriffen ausgesetzt sein könnte. Er mahnte Verbesserungen in der mentalen, organisatorischen und militärischen Vorbereitung an, um Frieden und Sicherheit zu wahren. Nach geltendem Recht darf die Bundeswehr derzeit nur in extremen Notlagen – etwa bei schweren Katastrophen oder Staatskrisen – eingreifen, wenn Polizei und lokale Behörden überfordert sind.

Markus Röhrl, Polizepräsident des Bergischen Städtedreiecks, erläuterte, wie die Sicherheitsbehörden aktuell mit Krisen umgehen. Er stellte bestehende Strukturen vor, wies jedoch auf die Herausforderungen hin, die eine Koordination mit Militär und Rettungskräften unter Druck mit sich bringt.

Die Veranstaltung unterstrich die Dringlichkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr, Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz, Deutschem Roten Kreuz und kommunalen Behörden. Die Teilnehmer waren sich einig, dass schnelles und abgestimmtes Handeln in zukünftigen Krisen entscheidend sein wird.

Henne betonte die Bedeutung gesellschaftlicher Resilienz und argumentierte, dass Bedrohungen der Infrastruktur eine gemeinsame Antwort erfordern. Steingrüber schloss die Diskussionen mit dem Hinweis auf die Notwendigkeit langfristiger Schutzmaßnahmen, um Frieden und Freiheit zu sichern.

Nach der offiziellen Veranstaltung setzten die Teilnehmer die Gespräche informell fort und reflektierten über Solingens Fortschritte auf dem Weg zu einer sichereren und widerstandsfähigeren Stadt.

Der rechtliche Rahmen für eine solche Zusammenarbeit bleibt streng. Nach den Artikeln 35 und 87a des Grundgesetzes ist militärische Unterstützung nur als letzte Maßnahme zulässig – etwa in schweren Notlagen oder wenn polizeiliche Mittel nicht ausreichen. Konkrete Details zu ähnlichen Kooperationen in anderen Städten wurden nicht genannt.

Die Diskussionen in Solingen zeigen ein wachsendes Bewusstsein für die Risiken, denen kritische Infrastruktur ausgesetzt ist. Die Verantwortlichen konzentrieren sich nun auf eine engere Verzahnung von Militär, Polizei und Rettungskräften, um künftige Bedrohungen wirksam abwehren zu können.

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Die Veranstaltung vermittelte den Teilnehmern ein klareres Bild der bevorstehenden Herausforderungen. Solingens Initiativen spiegeln einen übergeordneten Trend wider: Städte sollen auf mögliche Krisen vorbereitet werden, ohne dabei rechtliche und operative Grenzen zu überschreiten.

Quelle