02 April 2026, 12:27

Pistorius besucht Bundeswehr-Reformen: Neue Grundausbildung und Debatte um Wehrpflichtmodell

Offenes Buch mit handgeschriebenen deutschen Militärtagebucheinträgen aus dem frühen 20. Jahrhundert, enthaltend Text- und numerische Daten.

Pistorius besucht Bundeswehr-Reformen: Neue Grundausbildung und Debatte um Wehrpflichtmodell

Verteidigungsminister Pistorius besucht Lützow-Kaserne in Münster – Bundeswehr reformiert Grundausbildung und diskutiert Wehrpflichtmodell

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) besuchte am Montag, den 10. November 2025, die Lützow-Kaserne in Münster, um sich über den Stand des neuen Grundausbildungsprogramms der Bundeswehr zu informieren. Parallel tagte an diesem Tag der Verteidigungsausschuss des Bundestags, um ein vorgeschlagenes Wehrpflichtmodell zu erörtern, das die Rekrutierung von Soldatinnen und Soldaten bundesweit stärken soll.

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Die überarbeitete Grundausbildung, die am 1. Juli 2025 eingeführt wurde, dauert nun sechs Monate und findet an mehreren dezentralen Standorten statt. Aktuell durchlaufen rund 200 Freiwillige das standardisierte Programm in der Lützow-Kaserne, davon stammen etwa 70 aus der Region Münsterland oder Westfalen. Durch die neue Struktur entfällt der Wechsel zwischen verschiedenen Standorten während der Ausbildung, sodass alle Rekruten ein einheitliches Ausbildungsniveau erreichen, bevor sie sich spezialisieren.

Pistorius tauschte sich während seines Besuchs mit Angehörigen des Heimatschutzregiments sowie mit Auszubildenden des neuen Programms aus. Sein Entwurf für ein Wehrpflichtgesetz, der derzeit im Verteidigungsausschuss debattiert wird, sieht vor, dass alle 18-Jährigen einen Online-Fragebogen ausfüllen müssen, der ihr Interesse am Militärdienst erfasst. Thomas Röwekamp (CDU), Vorsitzender des Ausschusses, setzt sich für eine flächendeckende Erfassung ein, um die Bindung junger Menschen an die Streitkräfte zu erhöhen.

Langfristig strebt die Bundeswehr an, die Zahl der aktiven Soldatinnen und Soldaten auf mindestens 260.000 zu steigern und die Reserve auf 200.000 zu verdoppeln – und das bis zum Jahr 2035. Die Reformen zielen darauf ab, eine konsistentere und effizientere Ausbildungsstruktur für künftige Soldatinnen und Soldaten zu schaffen.

Die Beratungen im Verteidigungsausschuss sowie Pistorius' Besuch unterstreichen die laufenden Bemühungen, die Rekrutierung und Ausbildung der Bundeswehr zu modernisieren. Sollte das Wehrpflichtmodell verabschiedet werden, würde dies einen bedeutenden Wandel in der Ansprache junger Bürgerinnen und Bürger durch die Streitkräfte markieren. Gleichzeitig wird das neue Grundausbildungsprogramm schrittweise in ganz Deutschland eingeführt.

Quelle