NRW investiert 200 Millionen Euro jährlich in Kita-Reform und bessere Betreuung
Doris DowergNRW investiert 200 Millionen Euro jährlich in Kita-Reform und bessere Betreuung
Nordrhein-Westfalen reformiert Kita-Betreuung: 200 Millionen Euro mehr pro Jahr
Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen und die Träger von Kindertageseinrichtungen haben sich auf eine umfassende Reform der Kinderbetreuung geeinigt. Der neue Plan sieht vor, jährlich mindestens 200 Millionen Euro zusätzlich bereitzustellen, um die Zuverlässigkeit der Betreuung und die Personalsituation zu verbessern. Familienministerin Josefine Paul unterzeichnete die Eckpunkte des Vorhabens gemeinsam mit kommunalen Vertretern, Kirchen und Wohlfahrtsverbänden.
Kernstück der Reform ist das neue Kinderbildungsgesetz (KiBiz), das künftig ein Kernzeitmodell in der Kinderbetreuung vorsieht. Demnach müssen pädagogische Fachkräfte die Kinder mindestens fünf Stunden täglich begleiten, während weitere Kräfte die Randzeiten abdecken. Zudem erlaubt die Reform größere Gruppengrößen in den Kitas.
Landesregierung und Träger verpflichteten sich, jährlich 50 Millionen Euro zusätzlich in neues Personal zu investieren. Darüber hinaus wird das Land im kommenden Jahr freiwillig weitere 200 Millionen Euro bereitstellen, um die Einrichtungen zu unterstützen. Bürokratische Hürden sollen abgebaut werden, um das System effizienter zu gestalten.
Das Ministerium plant, bis Ende 2024 einen finalen Gesetzentwurf vorzulegen. Nach der geplanten Zustimmung des Landtages im nächsten Jahr soll das Gesetz im August 2027 in Kraft treten. Ziel der Vereinbarung ist es, die Kinderbetreuung durch bessere Personalausstattung und Finanzierung zuverlässiger zu machen. Die zusätzlichen 200 Millionen Euro pro Jahr sollen den Trägern helfen, sich an die neuen Vorgaben anzupassen. Die vollständige Umsetzung des Gesetzes ist in zweieinhalb Jahren vorgesehen.






