Chinas Aufstieg erschüttert Europas Kunststoffmarkt – doch Deutschland hält stand
Thies FreudenbergerChina verkauft deutlich mehr Maschinen für die Kunststoffproduktion - Chinas Aufstieg erschüttert Europas Kunststoffmarkt – doch Deutschland hält stand
Die globale Kunststoffbranche befindet sich im Umbruch: Während Europas Vorherrschaft schwindet, wächst der Einfluss Chinas. Neue Zahlen zeigen Verschiebungen in Produktion, Recycling und Marktanteilen in den wichtigsten Regionen. Deutschland bleibt dabei ein zentraler Akteur – vor allem bei Maschinenbau und Recyclinginitiativen.
2023 sank Europas Anteil am weltweiten Markt für Kunststoff- und Kautschukmaschinen auf 43 Prozent. Allein Deutschland steuerte fast die Hälfte dieses Wertes bei, mit einer Gesamtproduktion im Wert von 17,7 Milliarden Euro. Dies markiert einen Rückgang gegenüber den Vorjahren, während Chinas Marktanteil von nur 4 Prozent im Jahr 2000 auf 32 Prozent im Jahr 2024 kletterte.
Auch die USA verzeichneten einen Rückgang – von 18 Prozent auf 7 Prozent im selben Zeitraum. Dennoch bleibt Deutschlands Kunststoffsektor in bestimmten Bereichen stark: Verpackungen machen 30 Prozent des Kunststoffverbrauchs aus, gefolgt vom Bausektor mit 24 Prozent und der Automobilindustrie mit 11 Prozent.
Beim Recycling gibt es Fortschritte: Kreislaufmaterialien – vor allem aus mechanischem Recycling – hatten 2023 einen Anteil von rund 20 Prozent an der Kunststoffproduktion. Die neuesten Entwicklungen der Branche werden auf der K-Messe in Düsseldorf präsentiert, wo 3.200 Aussteller mehr als 180.000 erwarteten Besuchern Innovationen vorstellen.
Die Daten zeigen einen deutlichen Wandel im Markt für Kunststoff- und Kautschukmaschinen: China führt mittlerweile die globalen Verkäufe an. Europa – und insbesondere Deutschland – spielt zwar weiterhin eine bedeutende Rolle, steht aber vor wachsender Konkurrenz. Die anstehende K-Messe bietet Unternehmen eine Plattform, um Fortschritte in einem sich rasant verändernden Sektor zu präsentieren.






