07 April 2026, 16:21

Münster-Mitte: Bürgerinitiative stoppt Umbenennung historischer Straßennamen

Schwarz-weiß-Postkarte einer Stadtstraße in Hannover, Deutschland, mit Gebäuden, Straßenlaternen, Lampen, Passanten und Himmel, mit Text und einer Briefmarke unten.

Münster-Mitte: Bürgerinitiative stoppt Umbenennung historischer Straßennamen

Eine Bürgerinitiative in Münster-Mitte hat erfolgreich genug Unterschriften gesammelt, um die Umbenennung von fünf örtlichen Straßen anzufechten. Die Kampagne, die sich gegen Änderungen von Namen aus der Zeit zwischen 1933 und 1945 wendet, zwingt den Bezirksrat nun, seine Entscheidung zu überprüfen. Eine endgültige Abstimmung am 11. November wird entscheiden, ob die Namen bleiben oder die Angelegenheit in einem Bürgerentscheid geklärt wird.

Der Vorstoß, die aktuellen Straßennamen beizubehalten, begann, nachdem der Rat 2020 eine Überprüfung eingeleitet hatte. Die Initiative sammelte 6.071 gültige Unterschriften – deutlich mehr als die erforderlichen fünf Prozent der Wahlberechtigten in einem Bezirk der Größe Münster-Mittes. Diese Hürde sorgt dafür, dass die Petition rechtlich bindend ist.

Bei den umstrittenen Straßen handelt es sich um die Skagerrakstraße, die Admiral-Scheer-Straße, die Admiral-Spee-Straße, die Otto-Weddigen-Straße und die Langemarckstraße. Sie sollten im Rahmen neuer städtischer Richtlinien umbenannt werden. Diese Regeln, die im September 2024 verabschiedet wurden, verlangen für Änderungen an öffentlichen Ehrungen eine parteiübergreifende Zustimmung.

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Falls der Rat am 11. November an seinem ursprünglichen Plan festhält, wird die Frage in eine öffentliche Abstimmung überführt. Damit der Bürgerentscheid erfolgreich ist, müssen mehr als zehn Prozent der Bezirksbevölkerung teilnehmen, wobei die Mehrheit für die Beibehaltung der aktuellen Namen stimmen muss.

Die Entscheidung des Rates im nächsten Monat wird entweder den Umbenennungsprozess abschließen oder eine bezirksweite Abstimmung auslösen. Die Anwohner hätten dann das letzte Wort darüber, ob die fünf Straßen ihre historischen Namen behalten. Das Ergebnis wird einen Präzedenzfall dafür schaffen, wie Münster künftig mit ähnlichen Konflikten umgeht.

Quelle