Menden ehrt Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit neuem Platz
Irmtraut BeckerZum Geburtstag: Menden eröffnet den Margot Friedländer-Platz - Menden ehrt Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit neuem Platz
Neuer Platz in Menden wird am Mittwoch offiziell nach Holocaust-Überlebender Margot Friedländer benannt
Die feierliche Einweihung des Margot-Friedländer-Platzes findet diesen Mittwoch um 18 Uhr statt – an dem Tag, an dem die Verstorbene ihren 104. Geburtstag gefeiert hätte. Der Sänger Max Raabe wird bei der Veranstaltung eine Ehrung zu ihren Gunsten halten.
Die Initiative für den Platz ging noch zu Friedländers Lebzeiten von Schülerinnen und Schülern der Region aus. Sie brachten den Vorschlag in den Stadtrat ein, der das Vorhaben einstimmig billigte. Der neue Platz liegt in der Nähe des Mendener Rathauses und soll als dauerhafte Erinnerung an ihr Vermächtnis dienen.
Friedländer, die am 9. Mai im Alter von 103 Jahren starb, überlebte den Holocaust und setzte sich jahrzehntelang dafür ein, ihre Erfahrungen an junge Menschen weiterzugeben. Sie glaubte an die Kraft der Erinnerung im Kampf gegen Hass und Ausgrenzung. Ihre Arbeit stand in engem Einklang mit den Zielen des Netzwerks "Augen auf!" , das sich durch Holocaust-Bildung für die Würde des Menschen einsetzt.
Bei der Einweihungsfeier werden Videoaufnahmen mit Friedländers eigenen Zeitzeugenberichten gezeigt. Die Organisatoren hoffen, dass der Platz künftige Generationen dazu ermutigt, sich gegen Diskriminierung zu stellen und ihr Andenken wachzuhalten.
Die Platzbenennung ist eine bleibende Würdigung von Friedländers Leben und Engagement. Ihr Einsatz, junge Menschen über den Holocaust aufzuklären, wird durch diesen öffentlichen Ort fortgeführt. Gleichzeitig unterstreicht die Stadt Menden mit der Veranstaltung ihr Bekenntnis zu Erinnerungskultur und gesellschaftlicher Teilhabe.






