21 March 2026, 18:22

Lehrerin muss 31.300 Euro zurückzahlen – jahrelange Gehaltsüberzahlung unentdeckt

John Bull steht einem sitzenden Schuldirektor gegenüber an einem Tisch mit einem Hut und Papieren, während eine weitere Person in der Nähe sitzt; eine Tür und ein Papier an der Wand sind im Hintergrund sichtbar.

Lehrerin muss 31.300 Euro zurückzahlen – jahrelange Gehaltsüberzahlung unentdeckt

Eine 61-jährige Lehrerin in Deutschland ist zu einer Geldstrafe von 11.200 Euro verurteilt worden, nachdem sie jahrelang zu Unrecht Zuschläge für Schulleitungen erhalten hatte. Das Amtsgericht Düsseldorf urteilte, sie habe sich der Unterlassungsbetrugs schuldig gemacht, weil sie die Überzahlungen nicht gemeldet hatte. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf einen langjährigen Fehler im Lohnabrechnungssystem des Landes, der erst kürzlich entdeckt wurde.

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Die Lehrerin hatte für einige Monate kommissarisch die Schulleitung übernommen, erhielt jedoch weiterhin eine monatliche Zulage von 504 Euro – und zwar bis April 2023. Ermittlungen ergaben, dass die Zahlungen nach Ende ihrer vorübergehenden Tätigkeit hätten eingestellt werden müssen. Die zuständige Landesbesoldungsstelle räumte ein, nicht erklären zu können, warum der Fehler über so lange Zeit unbemerkt blieb.

Während des Prozesses behauptete die Lehrerin, sie habe geglaubt, es handele sich bei den fortlaufenden Zahlungen um nachträgliche Anpassungen. Das Gericht wies dieses Argument jedoch zurück und verwies auf ihre Pflicht als Beamtin, die Behörden über den Irrtum zu informieren. Ein Wechsel in einen anderen Verwaltungsbezirk könnte zur Unaufmerksamkeit beigetragen haben, da die Unterlagen nicht ordnungsgemäß aktualisiert wurden.

Das Gericht ordnete die Einziehung der zu Unrecht erhaltenen Gelder in Höhe von rund 31.300 Euro an. Die Lehrerin hat bereits begonnen, den Betrag in monatlichen Raten von 500 Euro zurückzuzahlen.

Die Verurteilung bedeutet, dass die Lehrerin nicht nur die Strafe zahlen, sondern auch die überzahlten Zulagen weiter zurückerstatten muss. Der Fall wirft zudem Fragen zur Kontrolle der Gehaltsabrechnungen durch das Land auf, da der Fehler jahrelang unentdeckt blieb. Ob es weitere Überprüfungen ähnlicher Fälle geben wird, haben die Behörden bisher nicht kommentiert.

Quelle