21 March 2026, 22:17

Klesch Group übernimmt BP-Raffinerie in Gelsenkirchen bis 2026

Ölraffinerie mit ausgedehnten Rohrleitungen, Metallkonstruktionen, Containern, Bäumen, einem Gebäude, einem Kran und einem bewölkten Himmel, mit Text unten.

Klesch Group übernimmt BP-Raffinerie in Gelsenkirchen bis 2026

Die Klesch Group hat sich darauf verständigt, die BP-Raffinerie in Gelsenkirchen zu übernehmen. Der Abschluss des Deals ist für Mitte 2026 vorgesehen und folgt auf eine Phase rückläufiger Produktion am Standort. Die Raffinerie ist ein zentraler Bestandteil eines der größten petrochemischen Zentren Europas und beschäftigt rund 2.300 Mitarbeiter.

Das Werk in Gelsenkirchen ist auf die Ethylenproduktion durch Steamcracking spezialisiert. Die Ausbringungsmenge sank von etwa 750.000 Tonnen pro Jahr im Jahr 2021 auf ein reduziertes Niveau bis 2025. Hohe Energiekosten und Wartungsprobleme trugen zum Rückgang bei, während Konkurrenten wie BASF in Antwerpen und TotalEnergies in Gonfreville stabilere Leistungen erbrachten.

Ursprünglich hatte BP geplant, die Produktion der Raffinerie bis 2026 stärker zu diversifizieren und den Fokus auf Polymere zu legen. Die Anlage verarbeitet jährlich rund 12 Millionen Tonnen Rohöl und stellt über 50 chemische Produkte her. Die Klesch Group, die bereits Raffinerien in Heide (Deutschland) und Kalundborg (Dänemark) betreibt, ließ sich bei der Übernahme rechtlich von der Kanzlei Clifford Chance beraten.

Vor dem endgültigen Verkauf im zweiten Quartal 2026 müssen noch regulatorische Genehmigungen eingeholt werden.

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Sobald der Deal abgeschlossen ist, geht Deutschlands zweitgrößter Ethylenproduzent in den Besitz der Klesch Group über. Die künftige Ausrichtung der Raffinerie hängt von der Strategie des neuen Eigentümers und den Marktbedingungen ab. Die Belegschaft und die Produktionskapazität des Standorts werden voraussichtlich weiterhin eine bedeutende Rolle im europäischen Petrochemiesektor spielen.

Quelle