Hufeisensiedlung in Britz feiert 100 Jahre mit viertägigem Kulturfest und Pioniergeist
Iwona KohlHufeisensiedlung in Britz feiert 100 Jahre mit viertägigem Kulturfest und Pioniergeist
Britz' ikonische Hufeisensiedlung feiert 100-jähriges Jubiläum mit viertägigem Festival
Vom 23. bis 26. Juli 2025 begehnt Berlins berühmte Hufeisensiedlung in Britz ihr 100-jähriges Bestehen mit einem viertägigen Fest. Die Veranstaltung würdigt das bahnbrechende Design der Anlage und ihren anhaltenden Einfluss auf den modernen Wohnungsbau weltweit. Besucher erwarten Konzerte, Ausstellungen und Gemeinschaftsaktivitäten, die die lebendige Geschichte des Quartiers erlebbar machen.
Die 1925 erbaute Siedlung war ein Leuchtturmprojekt der Neuen Bauens, angeführt von den Architekten Bruno Taut und Martin Wagner. Ihre Vision von sozialem Wohnungsbau – geprägt von Licht, Raum und Gemeinschaft – prägte später Nachkriegsprojekte wie die Interbau 1957 in Berlin und beeinflusste sogar brasilianische modernistische Siedlungen. Noch heute inspirieren die Prinzipien der Hufeisensiedlung nachhaltiges, verdichtetes Stadtleben, wie es etwa in der IBA 1984/87 umgesetzt wurde.
Das Festival rückt dieses Erbe mit einem Mix aus kulturellen Veranstaltungen in den Fokus. Neben Konzerten, Lesungen und Filmvorführungen gibt es einen kreativen Workshop unter Leitung von Schülern der Fritz-Karsen-Schule. Höhepunkt ist am 26. Juli das Hufeisen-Festival mit "Wanderkonzerten" und einem gemeinsamen Picknick.
Unterstützt wird die Veranstaltung von zentralen Partnern, darunter der Wohnungsanbieter Vonovia, das Landesdenkmalamt Berlin und der Förderverein Hufeisensiedlung e. V.. Christoph Rauhut, Leiter des Denkmalamts, betont, dass das modernistische Design der Siedlung auch ein Jahrhundert später noch frisch und dynamisch wirke. Das Festival ist zudem Teil der Feierlichkeiten zum 650-jährigen Jubiläum Britz'.
Das Jubiläumsfest unterstreicht die Pionierrolle der Hufeisensiedlung im sozialen Wohnungsbau. Durch die Verbindung von Geschichte und zeitgenössischer Kultur soll es sowohl Anwohner als auch Gäste ansprechen. Die Veranstalter hoffen, dass die Feiern die Aktualität der Siedlung für heutige Debatten über urbanes Leben und architektonische Innovation stärken.






