Gerresheimer-Aktie bricht auf Zehnjahrestief ein – dritte Gewinnwarnung erschüttert Anleger
Doris DowergGerresheimer-Aktie bricht auf Zehnjahrestief ein – dritte Gewinnwarnung erschüttert Anleger
Gerresheimers Aktie stürzt auf Zehnjahrestief – dritter Gewinnwarnung in diesem Jahr
Am Donnerstag erreichte die Aktie von Gerresheimer ein neues Tief und brach um über 13 Prozent auf 32,36 Euro ein – den niedrigsten Stand seit 2012. Der im MDAX notierte Konzern gerät zunehmend unter Druck, nachdem er in diesem Jahr bereits die dritte Gewinnwarnung ausgeben musste. Bei Anlegern mehren sich die Zweifel an einer schnellen Erholung.
Der jüngste Kurssturz krönt ein Jahr mit drastischen Verlusten. Seit Januar hat sich der Aktienkurs von Gerresheimer nahezu halbiert, mehr als 50 Prozent des Wertes sind innerhalb der letzten zwölf Monate verloren gegangen. Hinter dem Einbruch stecken tiefgreifende Probleme: gescheiterte Übernahmeversuche, laufende Ermittlungen der deutschen Finanzaufsicht BaFin und wiederkehrende finanzielle Rückschläge.
Vorläufige Zahlen für die ersten neun Monate zeigen zwar einen Umsatzanstieg auf 1,68 Milliarden Euro. Doch dieses Wachstum täuscht über eine organische Schwäche hinweg, da die Übernahme von Bormioli Pharma die Erlöse künstlich aufgebläht hat. Statt des erwarteten Wachstums verzeichnete das Unternehmen einen organischen Verlust – deutlich schlechter als alle Prognosen.
Bereits in diesem Jahr hatte Gerresheimer zweimal seine Jahresziele nach unten korrigiert. Der Grund lag auf der Hand: Die Nachfrage war durchgehend überschätzt worden. Ein Transformationsprogramm, das die Geschäfte stabilisieren soll, steckt noch in den Kinderschuhen und zeigt bisher keine Wirkung.
Das Unternehmen steht nun an einem Scheideweg. Mit der Aktie auf einem Zehnjahrestief und schwindendem Vertrauen muss Gerresheimer sowohl seine operativen Probleme als auch die Skepsis der Investoren überwinden. Der Weg zurück an die Spitze hängt davon ab, ob die Umstrukturierungsmaßnahmen bald greifen.






