Gericht gibt grünes Licht für Windrad trotz Protesten von Gleitschirmfliegern
Iwona KohlParagliding Club Fails in Lawsuit Against Wind Turbine in North Rhine-Westphalia - Gericht gibt grünes Licht für Windrad trotz Protesten von Gleitschirmfliegern
Paragliding- und Drachenseglerclub in Nordrhein-Westfalen scheitert mit Klage gegen Windrad
Ein Paragliding- und Drachenseglerclub in Nordrhein-Westfalen hat den Rechtsstreit gegen den Bau einer geplanten Windkraftanlage verloren. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) des Landes wies den Eilantrag des Vereins ab und ebnete damit den Weg für das Projekt in der Nähe des Startplatzes. Das Urteil beendet einen Streit über Sicherheitsbedenken und betriebliche Einschränkungen.
Der Club hatte argumentiert, dass die Anlage, die nur 550 Meter vom Startgebiet entfernt errichtet werden soll, unzumutbare Risiken für den Flugbetrieb berge. Mit rund tausend Starts pro Jahr zählt der Standort zu den meistgenutzten der Region für Gleitflugsportarten. Der Verein befürchtete, dass die Windkraftanlage eine erhebliche Sicherheitsgefahr darstelle und die Aktivitäten stark einschränken werde.
Das OVG wies diese Bedenken zurück und stellte fest, dass der Club im Planungsverfahren ordnungsgemäß angehört worden sei. Die Richter räumten zwar ein, dass es zu gewissen Einschränkungen kommen werde, fanden jedoch keine Hinweise darauf, dass die Anlage das Fortbestehen des Vereins gefährde. Sie verwiesen darauf, dass Flüge bei Windgeschwindigkeiten unter 20 Kilometern pro Stunde weiterhin möglich seien, was die Auswirkungen auf den Betrieb verringere.
Mit der Entscheidung ist der Weg für den Bau im Hochsauerlandkreis frei. Zwar gibt es keine genauen Zahlen zur Gesamtzahl der Anlagen in der Region, doch auch andere Projekte – darunter ein geplanter Windpark in Sundern – schreiten voran. Einige davon könnten bis 2026 oder 2027 in Betrieb gehen.
Das Urteil bedeutet, dass die Windkraftanlage nun in der Nähe des Startplatzes errichtet wird. Zwar könnte es gelegentlich zu Einschränkungen im Flugbetrieb kommen, doch das Gericht bestätigte, dass diese nicht schwerwiegend genug seien, um das Projekt zu stoppen. Die Entscheidung reiht sich in ähnliche Entwicklungen in der Region ein, wo der Ausbau erneuerbarer Energien weiter voranschreitet.






