Essen setzt auf Bierdeckel als Werkzeug für mehr Bürgerbeteiligung
Essen startet neue Idee: Bierdeckel als Plattform für Bürgerbeteiligung
Essen hat eine ungewöhnliche Methode eingeführt, mit der Bürgerinnen und Bürger ihre Meinungen zur Zukunft der Stadt äußern können: die Initiative "Pottdeckel" – Teil des "unsere-stadt"-Portals – verwandelt Bierdeckel in ein Instrument der politischen Teilhabe. Rund 50 lokale Kneipen und Restaurants verteilen ab sofort diese speziellen Deckel, die Gespräche über wichtige kommunale Themen anregen sollen.
Die in Kooperation mit der Privatbrauerei Jacob Stauder hergestellten Bierdeckel tragen zwei QR-Codes. Der eine führt zu Informationen über Essens Bewerbung für die Rhein-Ruhr-Olympiade, der andere ermöglicht es Nutzerinnen und Nutzern, anonym und ohne Registrierung ihre Meinung abzugeben.
Bürgermeister Thomas Kufen bezeichnete das Projekt als Möglichkeit, die Olympiadiskussion in den Alltag der Menschen zu tragen. Die erste Auflage der Bierdeckel widmet sich den Spielen, künftige Versionen sollen jedoch weitere städtische und gesellschaftliche Themen aufgreifen.
Wer in einer Gaststätte ein Getränk bestellt, kann die Codes einfach scannen und so ohne Aufwand mitmachen. Aktuelle Infos zur Kampagne gibt es unter www.unserestadt/pottdeckel.
Ziel der "Pottdeckel"-Initiative ist es, in entspannter Atmosphäre Feedback einzuholen. Indem die Deckel in Kneipen und Restaurants verteilt werden, will Essen ein breiteres Publikum erreichen als mit klassischen Umfragen. Die gesammelten Rückmeldungen fließen in die Entscheidungen der Stadt zur Olympiabewerbung und anderen zentralen Projekten ein.






