03 April 2026, 04:21

Erstes bundesweites Treffen von Post-Ost-Gemeinschaften stärkt Vernetzung und Integration

Plakat zum 70-jährigen Jubiläum des Kaiser-Huldigungsfestes in Berlin, Deutschland, mit einer Gruppe von Menschen umgeben von Text und Zahlen in einem Rahmen.

Erstes bundesweites Treffen von Post-Ost-Gemeinschaften stärkt Vernetzung und Integration

Vom 6. bis 8. August fand in Deutschland ein dreitägiges Treffen von Post-Ost-Gemeinschaften statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von der BUNT-Stiftung und bot Migrantinnen und Migranten aus den ehemaligen Ostblockstaaten erstmals die Gelegenheit zu einem persönlichen Austausch. Gleichzeitig wurde das neue Projekt p(ost) berlin ins Leben gerufen, das im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie lebt! gefördert wird.

An der Konferenz nahmen Gruppen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen teil, darunter der Kinder- und Jugendverband JunOst, der junge Menschen mit russischsprachigen Wurzeln unterstützt. Auch die Deutsch-Kasachische Gesellschaft e.V., die seit 1997 aktiv ist und sich für die Pflege der Beziehungen zwischen Kasachstan und Deutschland einsetzt, war vertreten.

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Wladimir Weinberg, Geschäftsführer des Bundesverbands russischsprachiger Eltern e.V., hielt einen Vortrag über Strategien zur Gemeinschaftsbildung. Weitere Teilnehmer waren unter anderem Nash Berlin, ein Netzwerk ukrainischer Kulturschaffender, das mit dem Mriya-Verein zusammenarbeitet, sowie der Frauenpower – Ukrainische Frauen Integrationsverein aus Sachsen-Anhalt, der ukrainische Frauen bei der Eingliederung in die deutsche Gesellschaft begleitet.

Die BUNT-Stiftung selbst bietet Sprach- und Kulturkurse an, die speziell auf Migrantinnen und Migranten, Unternehmen sowie Beschäftigte zugeschnitten sind – mit einem besonderen Fokus auf Frauen, Kinder und Familien. Die Veranstaltung unterstrich die Bedeutung der rund 750.000 eingetragenen Vereine in Deutschland, die Gemeinschaften bei finanziellen Fragen, rechtlichen Angelegenheiten und der Minimierung von Haftungsrisiken unterstützen.

Vor 1989 lebten in Westdeutschland nur wenige Jüdinnen und Juden aus Ostblockstaaten wie Polen, Ungarn oder Rumänien. Die genauen Zahlen aller Migrantinnen und Migranten aus diesen Ländern bleiben unklar, doch das Treffen sollte die Vernetzung derjenigen stärken, die heute in Deutschland leben.

Das Projekt p(ost) berlin wird unter der Leitung von BUNT und mit Bundesförderung fortgeführt. Künftige Aktivitäten sollen die Vernetzungs- und Integrationsarbeit für Menschen aus den ehemaligen Ostblockstaaten ausbauen. Die Veranstaltung legte den Grundstein für eine fortlaufende Zusammenarbeit zwischen kulturellen und gemeinnützigen Organisationen in ganz Deutschland.

Quelle