20 April 2026, 00:55

Dresdens verborgene Kunstrevolution: Wie eine Gruppe die 1970er prägte

Ein detaillierter alter Stadtplan von Dresden, Deutschland, mit zwei Papieren im Vordergrund vor einem grauen Hintergrund.

Dresdens verborgene Kunstrevolution: Wie eine Gruppe die 1970er prägte

Dresdens Untergrund der 1970er: Wie eine Künstlergruppe die Szene prägte

In den 1970er-Jahren veränderte eine Gruppe von Künstlern in Dresden die Untergrundszene der Stadt nachhaltig. Zu ihnen zählten Eberhard Göschel, Peter Herrmann und A.R. Penck – Persönlichkeiten, die kreativen Geist mit handwerklicher Meisterschaft verbanden. Ihre Arbeit mündete in die Gründung der Dresdner Obergraben-Presse, einem Ort, der weit mehr wurde als nur eine Druckwerkstatt.

Die Wurzeln dieser Bewegung reichen bis ins Jahr 1971 zurück, als Penck die Künstlervereinigung Lücke mitbegründete. Bis zu ihrer Auflösung 1976 entwickelte er dort auch seine Theorie Vom Untergrund zum Obergrund. Diese Idee spiegelte den Wandel von geheimen, subversiven Kunstformen hin zu sichtbareren, experimentellen Ausdrucksweisen wider.

1976 stießen Göschel und Herrmann zur Arbeitsgruppe des Leonhardi-Museums. Noch im selben Jahr bezog Göschel ein größeres Atelier und gab damit eine Dreizimmerwohnung für künstlerische Experimente frei. Herrmann besaß unterdessen eine seltene italienische Druckerpresse aus dem Jahr 1908, die Bernhard Theilmann restauriert hatte. Diese Maschine wurde zum Herzstück ihrer Pläne.

Aus diesen Initiativen entstand die Dresdner Obergraben-Presse – ein Kollektiv, das zugleich Künstlervereinigung, Druckwerkstatt, Verlag und Galerie war. Jochen Lorenz, ein erfahrener Drucker, der die Routineaufträge wie Fahrpläne satt hatte, brachte technisches Know-how in die Gruppe ein. Gemeinsam machten sie den Ort zu einem Zentrum für mutige, kollaborative Projekte.

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Die Presse wurde zu einer prägenden Kraft in Dresdens Kunstwelt. Die Verbindung von traditionellem Handwerk und avantgardistischen Ideen bot Künstlern wie Penck eine Plattform. Das Erbe dieser Zeit wirkt bis heute nach und prägt das Bild der Dresdner Untergrundszene.

Quelle