Dortmunds historischer Machtwechsel: CDU-Oberbürgermeister bricht 80-jährige SPD-Ära
Thies FreudenbergerDortmunds historischer Machtwechsel: CDU-Oberbürgermeister bricht 80-jährige SPD-Ära
Dortmund wählt erstmals seit fast 80 Jahren keinen SPD-Oberbürgermeister
Alexander Kalouti, Politiker der Christlich Demokratischen Union (CDU), hat am 30. Oktober 2025 um Mitternacht sein Amt als Oberbürgermeister von Dortmund angetreten. Sein Sieg beendet eine lange Ära der SPD-Führung, die nach dem Zweiten Weltkrieg begonnen hatte.
Kaloutis Wahl markiert einen tiefgreifenden Wandel in der lokalen Politik. Die CDU stellt damit erstmals seit 1946 wieder den Oberbürgermeister, bleibt aber weiterhin nur die zweitstärkste Fraktion im Stadtrat. Ohne eigene Mehrheit plant Kalouti, durch themenbezogene Koalitionen Unterstützung zu gewinnen.
Zur Vorbereitung auf seine neue Rolle verglich Kalouti den Prozess mit dem Einstudieren von Texten für ein Theaterstück – ein Verweis auf seine schauspielerische Vergangenheit. Er studierte die Dortmunder Gemeindeordnung und holte sich Rat bei erfahrenen Ratsmitgliedern. Sein Vorgehen zeigt sowohl Disziplin als auch die Bereitschaft, sich anzupassen.
Die Belebung der Innenstadt steht ganz oben auf seiner Agenda. Offener als seine Vorgänger spricht Kalouti über die Bekämpfung des "städtischen Niedergangs" in Dortmund und die Schaffung lebendigerer öffentlicher Räume. Als Vorbild nennt er den Feierabendmarkt, der als lebhaftes Gemeinschaftszentrum dienen soll. Die erste Stadtratssitzung unter seiner Führung findet am 13. November 2025 statt.
Kaloutis Amtszeit beginnt mit klaren Zielen, aber begrenzter Rückendeckung im Rat. Seine Strategie, flexible Bündnisse zu schmieden, wird entscheiden, wie sich seine Pläne umsetzen lassen. Die nächste Ratssitzung wird einen ersten Einblick geben, wie seine Vorhaben in der Praxis Gestalt annehmen.






