Die Linke will 2027 mit halber Million Stimmen zurück in den NRW-Landtag
Iwona KohlDie Linke will 2027 mit halber Million Stimmen zurück in den NRW-Landtag
Die Linke in Nordrhein-Westfalen peilt für die Landtagswahl 2027 ein kräftiges Comeback an. Nach Jahren ohne Vertretung im Landtag strebt die Partei nun eine halbe Million Stimmen an – genug, um wieder einzuziehen. Einige Mitglieder hegen jedoch noch ehrgeizigere Pläne und setzen sich sogar direkte Mandate zum Ziel.
Erstmals zog Die Linke 2010 in den nordrhein-westfälischen Landtag ein, verlor ihre Sitze jedoch bereits 2012 wieder. Damals erreichte sie nur 2,5 Prozent der Stimmen und verfehlte damit die Fünf-Prozent-Hürde. Eine gescheiterte Haushaltsvorlage löste zwar Neuwahlen aus, doch die Partei konnte ihre Position nicht zurückgewinnen.
Auch bei den Landtagswahlen 2017 und 2022 scheiterte Die Linke am Wiedereinzug – 2022 kam sie lediglich auf 2,1 Prozent. Trotz dieser Rückschläge verzeichnet die Partei auf kommunaler Ebene Zuwächse. Bei den Kommunalwahlen 2022 erreichte sie im Landesdurchschnitt 5,6 Prozent und errang acht Direktmandate in Stadträten. Die Zahl ihrer kommunalen Mandatsträger hat sich seitdem fast verdoppelt: von 380 im Jahr 2020 auf heute 734.
Nun visiert die Partei für 2027 eine halbe Million Stimmen an, um den Einzug in den Landtag zu schaffen. Politiker wie Nadine Mai und Till Sörensen-Siebel streben sogar noch mehr an – sie wollen direkte Mandate im Düsseldorfer Parlament erobern.
Die Strategie der Linken baut auf den kommunalen Erfolgen auf, um wieder Fuß im Landtag zu fassen. Mit einem klaren Stimmenziel und wachsender Basisunterstützung wird die Wahl 2027 zeigen, ob der Comeback-Plan aufgeht. Das Ergebnis wird entscheiden, ob die Partei in der Landespolitik Nordrhein-Westfalens wieder eine Rolle spielt.






