03 April 2026, 12:27

Deutsche Telekom stockt Glasfasernetz auf – doch Kunden bleiben skeptisch

Plakat, das das erschwingliche Anschlussprogramm bewirbt, mit Text, der besagt, dass über 15 Millionen Haushalte angemeldet sind, um bei High-Speed-Internet zu sparen, und einem Logo.

Telekom verdient nicht genug an Glasfaser-Internet - Deutsche Telekom stockt Glasfasernetz auf – doch Kunden bleiben skeptisch

Deutsche Telekom baut Glasfasernetz auf 11,8 Millionen Haushalte aus – doch die Nachfrage bleibt schwach

Die Deutsche Telekom hat ihr Glasfasernetz auf 11,8 Millionen deutsche Haushalte, Unternehmen und Behörden ausgeweitet. Dennoch bezeichnete Konzernchef Tim Höttges die Anschlussquote von 16,1 Prozent als "viel zu niedrig" und forderte dringende Maßnahmen, um den Ausbau zu beschleunigen.

Laut aktuellen Unternehmenszahlen stieg die Zahl der "Fiber to the Home"(FTTH)-Kunden im dritten Quartal um 155.000 – der stärkste quartalsweise Zuwachs bisher. Bis Jahresende soll das Glasfasernetz rund 25 Millionen Standorte bundesweit erreichen, wobei die Deutsche Telekom die Hälfte dieser Abdeckung stellt.

Höttges kritisierte vor allem große Vermieter, die den Ausbau behinderten, indem sie Gebühren für die Verlegung von Glasfaserkabeln in Mietshäusern verlangten. In vielen Fällen enden die Leitungen an der Straße, sodass Mieter keinen Anschluss erhalten. Zudem forderte er die Politik auf, bürokratische Hürden beim Glasfaserausbau in Mehrfamilienhäusern abzubauen.

Trotz des Netzausbaus bleibt die wirtschaftliche Nutzung jedoch hinter den Erwartungen zurück. Finanzvorstand Christian Illek zeigte sich ebenfalls enttäuscht über die geringe Nachfrage nach Glasfaser-Tarifen. Branchenzahlen des VATM zeigen, dass zwar bis Ende 2024 rund 17,2 Millionen Standorte Glasfaser nutzen könnten – die Deutsche Telekom versorgt davon aber nur 6,5 Millionen.

Obwohl das Unternehmen seine Investitionen in die Glasfaser-Infrastruktur erhöht, bestehen weiterhin Hindernisse wie Vermietergebühren und zögerliche Kunden. Bei einer Anschlussquote von nur 16,1 Prozent drängt die Telekom auf eine schnellere Verbreitung und politische Unterstützung, um die Lücke zu schließen.

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