Deutsche Bahn modernisiert S11-Strecke mit digitaler Signaltechnik – aber mit langen Sperrungen
Iwona KohlDeutsche Bahn modernisiert S11-Strecke mit digitaler Signaltechnik – aber mit langen Sperrungen
Deutsche Bahn modernisiert S-Bahn-Strecke zwischen Köln-Mülheim und Bergisch Gladbach mit digitaler Signaltechnik
Die Deutsche Bahn (DB) rüstet die S-Bahn-Strecke zwischen Köln-Mülheim und Bergisch Gladbach mit moderner digitaler Signaltechnik aus. Das 85-Millionen-Euro-Projekt bringt auf 15 Kilometern Gleis fortschrittliche Technologie zum Einsatz, darunter das Europäische Zugsicherungssystem (ETCS). Während der Bauarbeiten kommt es zu Einschränkungen im Betrieb – an mehreren Abschnitten über die nächsten zwei Jahre werden Busse die Züge ersetzen.
Die Arbeiten beginnen 2026 mit einer großflächigen Vollsperrung vom 10. April bis zum 3. Juli. In dieser Zeit verkehren Ersatzbusse auf der Linie S11. Zudem finden Nachtarbeiten vom 7. August bis zum 4. September statt, die zu weiteren Behinderungen führen.
2027 folgen weitere Sperrungen, darunter eine dreimonatige Vollsperrung vom 9. Juli bis zum 15. Oktober sowie eine einwöchige Unterbrechung vom 7. bis zum 14. Mai. Zu den Modernisierungsmaßnahmen gehören neue digitale Stellwerkstechnik und zusätzliche Weichen, die die Zuverlässigkeit des Betriebs erhöhen sollen.
Um Pendler zu entlasten, führt die DB das S11-Bike ein – ein eigenständiges Fahrradleihsystem unter dem SEV-Label. Zudem weisen temporäre Schilder Radfahrer entlang der Radpendlerroute 2 zwischen Bergisch Gladbach und Köln. Ein neues Steuerungszentrum soll den langfristigen Ausbau von ETCS im Bereich des Bahnhofs Köln-Mülheim unterstützen.
Die Bahn bittet Fahrgäste und Anwohner um Geduld und weist darauf hin, dass Baulärm unvermeidbar sein werde.
Ziel des Modernisierungsprojekts ist es, die S11-Linie mit besserer Signaltechnik und weniger Verspätungen zukunftsfest zu machen. Nach Abschluss der Arbeiten sollen der Betrieb reibungsloser ablaufen und der weitere Ausbau digitaler Bahntechnik in der Region vorangetrieben werden. Die vollständige Inbetriebnahme des Systems ist nach den letzten Bauabschnitten 2027 geplant.






