49-Euro-Ticket: Politiker fordern Stopp der Preiserhöhung ab 2027
Der Druck wächst, die geplante Preiserhöhung für das deutsche 49-Euro-Ticket zu stoppen. Ab Januar 2027 sollte der Preis steigen, doch nun setzen sich Politiker und Aktivisten dafür ein, ihn stattdessen bei 63 Euro einzufrieren. Kritiker argumentieren, dass der öffentliche Nahverkehr nicht benachteiligt werden dürfe, während andere Sektoren finanzielle Unterstützung erhielten.
Oliver Krischer, Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen, sprach sich deutlich gegen die Preiserhöhung aus. Er betonte, dass das Deutschlandticket stabil bleiben müsse – besonders, da Milliarden in Spritsubventionen und Steuererleichterungen für die Luftfahrt flössen. Sein Vorschlag umfasst zudem kostenlose Fahrten für Kinder und Jugendliche, um Familien finanziell zu entlasten.
Petra Berg, Verkehrsministerin des Saarlandes, teilte diese Bedenken. Sie warnte, dass steigende Kosten im ÖPNV die Haushalte zusätzlich belasten könnten. Gleichzeitig mahnte sie, Subventionen für Benzin nicht über Investitionen in Busse und Bahnen zu stellen.
Detlef Neuß, Ehrenvorsitzender der Fahrgastorganisation Pro Bahn, ging noch einen Schritt weiter: Er schlug vor, die inflationsbedingte Erhöhung nicht nur 2027, sondern auch 2028 auszusetzen. Sein Ziel ist es, das Ticket bezahlbar zu halten, während über eine langfristige Finanzierung diskutiert wird.
Die Debatte zeigt, wie unterschiedlich die Prioritäten bei der Verkehrsfinanzierung bewertet werden. Sollte der Preisstopp umgesetzt werden, bliebe das Deutschlandticket bei 63 Euro – statt wie geplant zu steigen. Die Entscheidung wird Millionen Fahrgäste betreffen, die auf das günstige Ticket angewiesen sind.






