10 April 2026, 20:20

1.500 Menschen protestieren in Köln gegen Merz' Migrationspolitik und für Menschenrechte

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße bei einer Demonstration, einige halten Schilder und andere fahren Fahrräder, im Hintergrund ein historisches Gebäude mit Rundbogenfenstern, Säulen und Skulpturen.

1.500 Menschen protestieren in Köln gegen Merz' Migrationspolitik und für Menschenrechte

Unter dem Motto *"Menschenrechte verteidigen – Stoppt Merz' Politik" fand am Sonntag in Köln eine Demonstration statt. Rund 1.500 Menschen versammelten sich, um gegen die jüngsten Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz zu Migration und Abschiebungen zu protestieren.

Die Kundgebung wurde von mehreren Gruppen organisiert, darunter Seebrücke Köln, Fridays for Future Köln und Youth for Climate Köln. Weitere beteiligte Initiativen waren Medical Solidarity International, SOS Humanity, Kölner Spendenkonvoi und Resist Köln. Obwohl die Veranstalter offiziell 500 Teilnehmer angemeldet hatten, schätzte die Polizei die Zahl der Demonstranten auf etwa 1.500.

Rednerinnen und Redner auf der Kundgebung forderten eine verstärkte Seenotrettung für Migrantinnen und Migranten, die über das Mittelmeer fliehen. Sie verlangten zudem bessere Wohnraumpolitik, Gerechtigkeit für Palästina und einen entschiedenen Widerstand gegen die rechtsextreme AfD. Viele betonten die Notwendigkeit einer solidarischen Gesellschaft, in der Migration als Realität anerkannt und das Asylrecht geschützt wird.

Die Proteste folgten auf Merz' umstrittene Äußerungen im Oktober, als er von einem "Problem im städtischen Landschaftsbild" sprach, ohne dies näher zu erläutern. Seine Aussagen hatten seitdem weitreichende Kritik ausgelöst und in der vergangenen Woche zu Demonstrationen in mehreren deutschen Städten geführt.

Die Kölner Veranstaltung war Teil einer breiteren Protestwelle gegen Merz' Migrationspolitik. Die Demonstrantinnen und Demonstranten machten deutlich, dass sie sich gegen verschärfte Abschieberegeln stellen und eine inklusivere Haltung fordern. Die Kundgebung unterstrich die anhaltenden Spannungen um den deutschen Umgang mit Migration und Asylfragen.

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