Zwei Kölner Senioren durchkreuzen dreisten Enkeltrick-Betrug mit Mut und Köpfchen
Thies FreudenbergerZwei Kölner Senioren durchkreuzen dreisten Enkeltrick-Betrug mit Mut und Köpfchen
Zwei Senioren vereiteln Betrugsversuch in Köln
Ein 100-jähriger Mann und sein 77-jähriger Nachbar haben am Donnerstagnachmittag in Köln einen Betrüger gestoppt. Der Vorfall ereignete sich, als eine Betrügerin sich als Bankmitarbeiterin ausgab und versuchte, die Girokarte des älteren Herrn zu stehlen. Durch schnelles Handeln und Zusammenhalt konnten die beiden Männer den Diebstahl verhindern.
Die Betrügerin erschien in der Wohnung des Hundertjährigen und behauptete, Bankangestellte zu sein. Sie forderte seine Karte mit der Begründung, diese sei für dringende Sicherheitsüberprüfungen erforderlich. Kurze Zeit später rief ein Komplize den Geschädigten an und fragte nach seiner PIN.
Der 77-jährige Nachbar hörte das Telefonat mit und durchschaute den Schwindel. Ohne zu zögern, legte er auf und stellte die Betrügerin zur Rede. Gemeinsam vertrieben die beiden Männer die Frau aus dem Haus, bevor sie etwas an sich nehmen konnte.
Die Polizei beschrieb die Verdächtige später als eine Person mit Tattoos auf beiden Händen und auffällig aufgespritzten Lippen. Die Kriminalinspektion 25 des Kölner Polizeipräsidiums ermittelt nun, ob zwischen der Betrügerin und ihrem Komplizen eine Verbindung besteht.
Durch das entschlossene Eingreifen der beiden Senioren wurde der Betrug im Keim erstickt. Die Behörden untersuchen den Fall weiter, insbesondere die mögliche Zusammenarbeit der Verdächtigen. Bei dem Versuch wurden weder Geld noch persönliche Daten entwendet.






