Zwei Jubiläen, ein Dirigentin: Wie Andrea Kautny die Chorlandschaft NRWs prägt
Thies FreudenbergerZwei Jubiläen, ein Dirigentin: Wie Andrea Kautny die Chorlandschaft NRWs prägt
Zwei Chöre in Nordrhein-Westfalen haben unter der Leitung von Andrea Kautny bedeutende Jubiläen erreicht. Die Tonköpfe, eine renommierte A-cappella-Formation, feierten kürzlich ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum, während Frauenpower zum größten Frauenchor Deutschlands herangewachsen ist. Beide Ensembles zeichnen sich durch ihren modernen Klang und hohe musikalische Qualität aus.
Andrea Kautny gründete die Tonköpfe 1999, nachdem sie eine Lücke in der lokalen Musikszene erkannt hatte. Sie wollte einen Chor schaffen, der A-cappella-Pop mit emotionaler Tiefe verband – etwas, das es damals in der Region nicht gab. Die Gruppe, ursprünglich von Kautny zusammen mit Andrea Kiefer, Thomas Kiefer, Sabine Krüger und Ulrike Neuendorf ins Leben gerufen, entwickelte sich schnell zu einer kulturellen Institution in Willich. Ihre Auftritte, bekannt für das Erzählen von Geschichten durch Musik, begeistern seit Jahrzehnten das Publikum.
2024 ehrte der Chorverband Nordrhein-Westfalen die Tonköpfe und Andrea Kautny für ihr 25-jähriges Wirken. Auch die vier Gründungsmitglieder wurden für ihr langjähriges Engagement individuell gewürdigt. Für 2026 plant der Chor seine erste regionale Tournee mit Stationen in Köln und Düsseldorf.
Kautnys zweites großes Projekt, Frauenpower, entstand nach einem Aufruf an Sängerinnen – die Resonanz war überwältigend. Daraus wurde Deutschlands größter Frauenchor mit heute rund 180 Mitgliedern. Anders als klassische Chöre setzt Frauenpower auf Rock, Pop und Musical-Nummern und verkörpert damit Kautnys Markenzeichen: frische Arrangements und professionelle Umsetzung. Beide Chöre ziehen weiterhin neue Sängerinnen an, dank ihrer lebendigen Atmosphäre und des modernen Repertoires.
Die Tonköpfe und Frauenpower prägen weiterhin die Chorlandschaft Nordrhein-Westfalens. Ihr moderner Stil und hohe Ansprüche heben sie seit Jahren hervor. Mit einer geplanten Tournee und wachsender Mitgliederzahl zeigen beide Ensembles keine Anzeichen von Nachlass – im Gegenteil.
