Zoll warnt vor riskantem Heizöldiesel-Betrug in der Euregio
Zollbeamte in Aachen melden Zunahme illegaler Kraftstoffnutzung durch Autofahrer
Fahrzeugbesitzer in der Region füllen zunehmend Heizöl statt Diesel in ihre Tanks, um höhere Steuern zu umgehen. Diese Praxis, auch als „Heizöldiesel-Betrug“ bekannt, ist gesetzeswidrig und wird mit empfindlichen Strafen geahndet.
Das Zollamt Aachen veröffentlichte die Erkenntnisse, die über news aktuell verbreitet wurden. Die Behörden warnen Autofahrer nun vor den Risiken und Folgen dieser Form der Steuerhinterziehung.
Bei routinemäßigen Kontrollen entnehmen Zollbeamte Kraftstoffproben aus den Tanks, um Heizöl nachzuweisen. Der Stoff ist mit einem roten Farbstoff markiert und lässt sich so von normalem Diesel unterscheiden. Wird Heizöl festgestellt, wird der gesamte Tankinhalt versteuert – selbst wenn nur geringe Mengen enthalten sind.
Ein Fahrer versuchte, den Betrug zu vertuschen, indem er den Dieselfilter überstrich. Trotz solcher Tricks flogen bereits mehrere Fälle der illegalen Praxis auf. Da Heizöl deutlich niedriger besteuert wird als Diesel, nutzen einige es als günstige Alternative.
Doch der Kraftstoff ist nicht für Dieselmotoren ausgelegt: Seine Verwendung kann den Motor beschädigen und schädliche Emissionen erhöhen. Wer erwischt wird, muss mit hohen Geldstrafen oder sogar bis zu fünf Jahren Haft wegen Steuerhinterziehung rechnen.
Das Zollamt Aachen stellt für Rückfragen Kontaktdaten bereit. Interessierte können sich per Telefon oder E-Mail an die Behörde wenden, um weitere Informationen zu erhalten.
Aufgrund der Zunahme von Heizöldiesel-Betrug verschärfen die Zollbeamten nun die Kontrollen. Wer zu dieser Methode greift, riskiert Motorschäden, höhere Emissionen und juristische Konsequenzen. Die Behörden bleiben wachsam und ahnden weiterhin alle Versuche, Kraftstoffsteuern illegal zu umgehen.
