Zoll schlägt mit Großrazzia gegen illegale Beschäftigung in der Sicherheitsbranche zu
Irmtraut BeckerZoll schlägt mit Großrazzia gegen illegale Beschäftigung in der Sicherheitsbranche zu
Zoll startet Großrazzia gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung in der Sicherheitsbranche
Die deutschen Zollbehörden haben eine großangelegte Kontrollwelle gegen nicht angemeldete Arbeit und illegale Beschäftigung im Sicherheits- und Personenschutzsektor eingeleitet. Die Aktion wird von der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) koordiniert und umfasst über 2.100 Einsatzkräfte bundesweit. Im Fokus stehen insbesondere Dienstleister für Veranstaltungssicherheit und Objektschutz, wobei gleichzeitig Sozialbetrug und die Einhaltung von Regelungen für ausländische Arbeitskräfte überprüft werden.
Die Kontrollen richten sich vor allem an Unternehmen in Risikobranchen wie dem Veranstaltungsschutz und der Gebäudesicherung. Geprüft werden die Einhaltung des Mindestlohns, die Abführung von Sozialabgaben sowie die gesetzmäßigen Beschäftigungsbedingungen. Sowohl stichprobenartige Vor-Ort-Kontrollen als auch umfassende Betriebsprüfungen finden auf Basis von Risikoanalysen statt.
Parallel dazu ermittelt die FKS in Fällen von Sozialleistungsbetrug und der illegalen Beschäftigung von ausländischen Arbeitskräften. Die aktuelle Razzia ist Teil einer übergreifenden Strategie zur Bekämpfung von Schwarzarbeit, zu der halbjährlich bundesweite Schwerpunktaktionen in Branchen wie Baugewerbe, Gastronomie und Reinigungsdienstleistungen gehören. Erste vorläufige Ergebnisse der aktuellen Großkontrolle sollen noch in dieser Woche veröffentlicht werden.
Die Generalzolldirektion (GZD) betont über ihre FKS-Abteilung die konsequente Durchsetzung der Vorschriften. Wie Direktionspräsidentin Constanze Voß im März 2026 bekräftigte, werden die laufenden Prüfungen, Sanktionen und Strafverfahren nach dem Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz weiter vorangetrieben. Die Behörde führt ganzjährig verstärkte Kontrollen in Branchen mit hohem Schwarzarbeitsrisiko durch.
Ziel der Aktion ist der Schutz der Sozialsysteme, der öffentlichen Einnahmen und fairer Arbeitsbedingungen. Mit dem Einsatz von über 2.100 Beamten unterstreicht die Bundesregierung ihre Entschlossenheit, illegale Beschäftigungspraktiken zu bekämpfen. Nähere Details zu den Ergebnissen werden in den kommenden Tagen bekannt gegeben.






