Wirtschaft in Düsseldorf und am Niederrhein rutscht in tiefste Krise seit 2020
Doris DowergWirtschaft in Düsseldorf und am Niederrhein rutscht in tiefste Krise seit 2020
Die Wirtschaftslage in der Region Düsseldorf und am Mittleren Niederrhein hat sich im Herbst 2025 weiter eingetrübt. Unternehmen melden wachsenden Pessimismus, während zentrale Indikatoren auf den niedrigsten Stand seit Jahren gefallen sind. Die Entwicklung spiegelt die allgemeinen Schwierigkeiten in benachbarten Gebieten wider, darunter auch Mönchengladbach.
Der Geschäftsklimaindex der Region ist auf minus 12 Punkte abgerutscht – der schlechteste Wert seit 2020. Firmen beschreiben ihre aktuelle Lage als kritisch, wobei etwa jedes dritte Unternehmen in naher Zukunft keine Erholung erwartet. Schwache Inlandsnachfrage, steigende Energiekosten und hohe Löhne belasten die Geschäfte weiterhin stark.
Auch die Erwartungen haben sich deutlich verschlechtert und liegen nun bei minus 8,3 Punkten. Arbeitgeber blicken mit wachsender Sorge auf den Arbeitsmarkt, da sich die Beschäftigungsaussichten auf minus 11,7 Punkte verschlechtern. Viele Betriebe nennen die bevorstehende gesetzliche Erhöhung des Mindestlohns im Januar 2026 als zusätzliche finanzielle Belastung.
Die Nachbarstadt Mönchengladbach steht vor ähnlichen Herausforderungen. Dort teilen Unternehmen die gleichen Sorgen über stagnierende Nachfrage, hohe Energiepreise und Lohnkosten. Die Stimmung bleibt gedrückt, ohne dass sich eine Entlastung abzeichnet.
Die Wirtschaft der Region verbleibt im Herbst fest im negativen Bereich. Unternehmen stellen sich auf anhaltende Schwierigkeiten ein, ohne dass sich kurzfristig eine Besserung abzeichnet. Steigende Löhne und anhaltender Kostendruck werden die unternehmerischen Entscheidungen in den kommenden Monaten prägen.






