Winterchaos in Schulen: Drei Bundesländer wechseln zu Distanzunterricht

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Ein Schwarz-Weiß-Foto einer verschneiten Straße mit einem Schulgebäude im Hintergrund, umgeben von Bäumen unter einem klaren Himmel.Admin User

Winterchaos in Schulen: Drei Bundesländer wechseln zu Distanzunterricht

Winterwetter zwingt Schulen in Teilen Deutschlands zum Wechselunterricht per Distanzlernen

In mehreren Bundesländern stellen Schulen wegen winterlicher Wetterverhältnisse auf Fernunterricht um – die Reisebedingungen für Schülerinnen und Schüler geben Anlass zur Sorge. Nordrhein-Westfalen kündigte die Umstellung für Montag, den 11. Januar 2026, an; Niedersachsen und Bremen folgen einen Tag später. Die kurzfristige Entscheidung stellt viele Familien vor unerwartete Betreuungsprobleme und die Herausforderung, den Unterricht digital zu bewältigen.

Hintergrund des Schrittes sind Bedenken wegen unsicherer Verkehrsverhältnisse. Eine Studie aus dem Jahr 2018 hatte ergeben, dass die meisten Schülerinnen und Schüler zwar kurze Schulwege haben – diese ließen sich durch frühere Winterdienste oder bessere Schneeräumung jedoch sicherer gestalten. Zudem gibt es Zweifel, ob die lokale Infrastruktur, etwa die Verfügbarkeit von Schneepflügen, den Wetterbedingungen gewachsen ist.

Für Eltern bedeutet die Umstellung nun improvisierte Lösungen: Nicht alle Kinder verfügen über einen stabilen Internetzugang, einen ruhigen Arbeitsplatz oder erwachsene Aufsicht für den digitalen Unterricht. Kritiker monieren, dass ein klassischer „Schneetag“ – also schulfrei statt Onlineunterricht – sozial gerechter wäre, da nicht alle Haushalte gleich gut technisch ausgestattet sind und so Bildungsnachteile entstehen könnten.

Andere Bundesländer wie Sachsen überlassen die Entscheidung den einzelnen Schulen oder Kommunen. Während einige Regionen den Präsenzunterricht komplett einstellen, stellt sich anderswo die Frage, ob die digitalen Systeme und Lehrkräfte für den plötzlichen Wechsel überhaupt ausreichend vorbereitet sind. Viele Schülerinnen und Schüler besitzen zwar Smartphones, die im Notfall bei rutschigen Wegen helfen könnten – doch als vollständige Lösung für den Unterricht taugen sie kaum.

Die Schulschließungen bringen eine grundsätzliche Debatte auf den Punkt: Wie lässt sich im extremen Winterwetter der Spagat zwischen Sicherheit und Bildungsauftrag meistern? Drei Bundesländer setzen nun auf Distanzlernen, andere prüfen die Lage vor Ort. Gleichzeitig wird deutlich, dass es langfristige Lösungen braucht – sowohl für sichere Schulwege im Winter als auch für gleiche Chancen beim digitalen Lernen.

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