Windenergie im Kreis Gütersloh: 100-Millionen-Investition für 13 neue Windräder
Irmtraut BeckerWindenergie im Kreis Gütersloh: 100-Millionen-Investition für 13 neue Windräder
Windenergie im Kreis Gütersloh: Großer Ausbau steht bevor
Der Kreis Gütersloh bereitet sich auf einen massiven Ausbau der Windenergie vor. Geplant ist, die Anzahl der Windräder mehr als zu verdoppeln – derzeit sind 34 Anlagen in Betrieb. Eine Welle neuer Installationen wird bald das lokale Landschaftsbild und die Energieversorgung verändern.
Federführend bei der Expansion ist die Deutsche WindXperts GmbH, die 13 neue Windkraftanlagen errichten will – mit bereits vorliegenden Genehmigungen. Zehn davon entstehen in Harsewinkel, sieben im Ortsteil Greffen und drei in Marienfeld. Die übrigen verteilen sich auf Herzebrock-Clarholz, Rheda-Wiedenbrück, Langenberg und die Stadt Gütersloh selbst.
Das Unternehmen investiert rund 100 Millionen Euro in das Projekt. Neben dem Bau bietet es Anwohnern und Kommunen die Möglichkeit zur Beteiligung an: Interessierte können Anteile an den Windrädern erwerben oder vergünstigten Strom beziehen.
Hinter dem Boom stehen geänderte Abstandsregeln in Nordrhein-Westfalen. Windräder dürfen nun bis zu doppelt so hoch gebaut werden wie ihr Abstand zum nächsten Wohnhaus beträgt. Dadurch genehmigte der Kreis in diesem Jahr bereits 18 neue Anlagen – nach nur vier im Vorjahr. Weitere 29 Anträge werden derzeit geprüft.
Mit dem Ausbau wird die Gesamtzahl der Windkraftanlagen im Kreis Gütersloh deutlich über die bisherigen 34 steigen. Dank neuer Vorschriften und hoher Investitionen entwickelt sich die Region zu einem wichtigen Standort für erneuerbare Energien. Auch die lokale Bevölkerung soll direkt von den Projekten profitieren können.
