22 March 2026, 08:21

Willich streicht zwei Kitas – Eltern kämpfen um kurze Betreuungswege

Plakat mit der Aufschrift 'Brauchen die Armen die Hilfe ihrer Kinder?'

Willich streicht zwei Kitas – Eltern kämpfen um kurze Betreuungswege

Zwei geplante Kitas in Willich fallen Budgetkürzungen und sinkenden Anmeldungen zum Opfer

Als einziges verbleibendes kommunales Bauprojekt bleibt das generationenübergreifende Zentrum Reinershof, das nun die Kita Alperof aufnehmen soll. Sorgen über den Umzug haben Eltern auf den Plan gerufen – sie starteten eine Kampagne und wandten sich mit Forderungen an den Bürgermeister.

Am 6. März 2023 richteten Elternvertreter:innen und der Förderverein der Kita Alperof einen offenen Brief an Bürgermeister Pakusch. Sie suchten das Gespräch über die Folgen der Verlegung der Kita an den Standort Reinershof und forderten nachhaltige Betreuungslösungen für den Norden und Nordosten Willichs. Bisher blieb eine Antwort aus.

Die Initiative startete zudem die Kampagne "Kleine Füße, kurze Wege". Ihre Ziele: weniger Stress durch lange Fahrten für Familien, verlässliche Betreuung vor Ort sowie mehr Zeit für Erziehung und frühe Bildung. Der Vorstoß kommt zu einem Zeitpunkt, an dem mit dem generationenübergreifenden Zentrum das letzte verbleibende Neubauprojekt Willichs voranschreitet.

Die 25 Millionen Euro teure Einrichtung Reinershof entsteht in öffentlich-privater Partnerschaft. Stadt und Land Nordrhein-Westfalen (über Programme wie den "Zukunftsatlas") steuern Fördergelder bei, doch der Großteil der Baukosten und der künftige Betrieb liegen in den Händen der Düsseldorfer Intergenerations GmbH. Die Fertigstellung ist für 2027 geplant.

Offen bleibt, welche Rolle der Investor spielt und wie sich das Projekt auf die Familien auswirkt. Da zwei weitere Kita-Neubauten gestrichen wurden, ist die Verlegung der Kita Alperof zum Kristallisationspunkt für Eltern geworden, die um Nähe und Praktikabilität bangen.

Das Reinershof-Zentrum wird die Kita Alperof nun integrieren – doch die Familien warten weiter auf Klarheit über die künftige Betreuungssituation. Die Eltern drängen weiterhin auf ein Gespräch mit dem Bürgermeister, während die Kampagne "Kleine Füße, kurze Wege" den Bedarf an lokalen Lösungen unterstreicht. Bis zur geplanten Eröffnung 2027 bleibt für die betroffenen Haushalte jedoch Jahre der Unsicherheit.

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