01 February 2026, 10:34

Wiesbadens Wohlfahrtsverbände fordern mehr Unterstützung für soziale Gerechtigkeit

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße und hält ein Banner in der Hand, auf dem "Solidarität und Feminismus" steht, mit parkenden Fahrzeugen und Gebäuden im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.

Wiesbadens Wohlfahrtsverbände fordern mehr Unterstützung für soziale Gerechtigkeit

Veranstaltung in Wiesbaden: Lokale und Landesvertreter diskutieren über unabhängige Wohlfahrtseinrichtungen

Eine kürzliche Veranstaltung in Wiesbaden brachte kommunale und Landesvertreter zusammen, um über die Rolle unabhängiger Wohlfahrtseinrichtungen in der Region zu sprechen. Die vom Paritätischen Wohlfahrtsverband organisierte Zusammenkunft konzentrierte sich auf die wirtschaftlichen Beiträge und zukünftigen Herausforderungen für Träger der sozialen Arbeit. Zu den Rednern zählten Politiker, Forscher und Fürsprecher der Wohlfahrtsarbeit.

Dorothee Daun, Vorsitzende des Wiesbadener Kreisverbandes, eröffnete die Veranstaltung und gab mit ihrem Eingangsstatement den Ton für die anschließenden Debatten über Finanzierung und soziale Gerechtigkeit vor. Ioanna Zacharaki, zweite Bürgermeisterin Wiesbadens, richtete im Namen von Bürgermeister Daniel Flemm ein Grußwort an die Anwesenden.

Dr. Marc Herbrand präsentierte anschließend Ergebnisse einer Studie zum wirtschaftlichen Einfluss unabhängiger Wohlfahrtsorganisationen im Bergischen Städtedreieck. Seine Forschung unterstrich die Abhängigkeit des Sektors von Beschäftigten, die dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband verbunden sind. Gleichzeitig wies die Studie auf ein Fehlen öffentlicher Daten zu Beschäftigungstrends in lokalen Sozialeinrichtungen in den vergangenen fünf Jahren hin.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband nutzte die Veranstaltung, um sein Engagement gegen soziale Benachteiligung und Ausgrenzung zu bekräftigen. Seine Vertreter betonten die Notwendigkeit von Chancengleichheit und hohen Standards in der sozialen Arbeit. Zu den Teilnehmern zählte auch Josef Neumann, Mitglied des Landtages von Nordrhein-Westfalen, sowie weitere Regierungsvertreter.

Die Zusammenkunft endete mit einem Dank an die lokale Wohlfahrtsarbeit. Die Anwesenden würdigten die konstruktive Atmosphäre und die Bedeutung einer fortgesetzten Zusammenarbeit.

Die Diskussionen machten deutlich, wie entscheidend stabile Landesförderung für unabhängige Wohlfahrtsträger ist. Ohne verlässliche finanzielle Unterstützung bleibt die Zukunft der sozialen Arbeit in der Region ungewiss. Zudem lenkte die Veranstaltung den Blick auf Lücken in den Beschäftigungsdaten, die künftige Planungen erschweren könnten.