25 April 2026, 16:22

Wiesbaden wird zur Bühne: Wie das Staatstheater die Stadt erobert

Außenansicht des Ensemble Theaters in San Francisco mit Glaswänden, einer Person auf dem Bürgersteig, einem Fahrrad auf der Straße, einer Schautafel, einem Straßenpfahl, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Wiesbaden wird zur Bühne: Wie das Staatstheater die Stadt erobert

Das Hessische Staatstheater Wiesbaden startet mit einem mutigen neuen Konzept in die Spielzeit 2026/2027. Unter dem Motto "Wem gehört die Stadt?" will die Institution die Grenzen zwischen Künstlern und Publikum aufbrechen. Statt klassischer Theaterräume wird es unerwartete Begegnungen an ungewöhnlichen Orten in ganz Wiesbaden geben.

Den Auftakt macht Carl Orffs "Carmina Burana" mit über 200 Mitwirkenden. Diese groß angelegte Produktion setzt den Ton für ein Jahr, das im Zeichen von Inklusion und Experimentierfreude steht.

Anstatt sich auf seine eigenen vier Wände zu beschränken, bringt das Theater die Kunst auf die Straße. Mit "Metropolis Wiesbaden" verwandelt sich die ganze Stadt in eine Bühne, auf der sich Alltag und Kunst vermischen. Opern-Flashmobs werden unerwartet an öffentlichen Orten auftauchen und Passanten überraschen – auch solche, die sonst nie eine Vorstellung besuchen würden.

Der Spielort Wartburg wird vom klassischen Theater zu einem Ort des Dialogs umgestaltet. Gleichzeitig setzt das Hessische Staatsballett auf zeitgenössische Stücke, die moderne Themen und Bewegungsformen aufgreifen.

Ein besonderes Highlight ist die "Sinfonie für 100 Bürger:innen", bei der Wiesbadener:innen selbst zu Akteur:innen werden. Durch die Neudefinition der Rollen entsteht ein gemeinsamer Resonanzraum. Auch das Musikprogramm verbindet Vergangenheit und Gegenwart und macht historische Werke für heutige Zuschauer:innen erlebbar.

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Die Künstler:innen suchen aktiv den Kontakt zu Menschen jenseits des klassischen Theaterpublikums. Ziel ist es, auch diejenigen zu erreichen, die sich sonst nie ein Ticket kaufen würden – und Kultur für alle zugänglich zu machen.

Die neue Spielzeit markiert einen klaren Bruch mit traditionellen Theatermodellen. Die Aufführungen finden nicht nur auf der Bühne, sondern auch in Parks, auf Plätzen und in den Straßen statt. Mit Projekten wie "Metropolis Wiesbaden" und der "Sinfonie für 100 Bürger:innen" verwandelt das Hessische Staatstheater die gesamte Stadt in einen Ort der Kunst.

Quelle