04 February 2026, 20:49

Warum immer weniger Männer den lebensrettenden PSA-Test machen

Eine Schwarz-Weiß-MRI-Aufnahme des Abdomens eines Mannes, die sich auf die Prostata konzentriert und detaillierte anatomische Strukturen zeigt.

Wann sollten Sie dringend einen Urologen aufsuchen - Warum immer weniger Männer den lebensrettenden PSA-Test machen

Prostatakrebs bleibt ein erhebliches Gesundheitsproblem, doch viele Männer meiden regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen. In Deutschland lassen sich nur etwa 17 Prozent routinemäßig beim Urologen untersuchen – obwohl Früherkennung durch Screenings lebenswichtig ist. Experten empfehlen mittlerweile den PSA-Test als Hauptmethode zur Risikobewertung, doch die Teilnahme ist in den letzten Jahren zurückgegangen.

Tumore im Harntrakt – etwa in Blase, Nieren oder Hoden – zeigen oft lange keine Frühsymptome. Daher sind regelmäßige Kontrollen entscheidend, um mögliche Erkrankungen zu erkennen, bevor sie fortschreiten. Bei Prostatakrebs dient ein Basis-PSA-Test mit Mitte 40 als Grundlage für das weitere Screening.

Ein PSA-Wert von 1,5 oder darunter deutet auf ein geringes Risiko hin, Nachuntersuchungen sind dann nur alle fünf Jahre nötig. Liegt der Wert zwischen 1,5 und 3, sollten Männer alle zwei Jahre zur Kontrolle gehen. Ab einem Wert über 3 oder bei einem raschen Anstieg kann dies auf Krebs hindeuten. Trotz der Bedeutung des Tests verzichten viele Männer darauf – oft aus Unbehagen vor Untersuchungen wie der digitalen rektalen Tastuntersuchung.

In Deutschland sind die Zahlen der PSA-Tests in den letzten fünf Jahren gesunken: Wurden 2021 noch etwa 2,5 Millionen Tests durchgeführt, waren es 2025 nur noch rund 2,2 Millionen. Dieser Rückgang hängt mit strengeren Leitlinien und einer reduzierten staatlichen Förderung systematischer Screening-Programme zusammen.

Immer weniger Männer lassen den PSA-Test machen – obwohl Früherkennung Leben rettet. Ohne regelmäßige Untersuchungen können Tumore im Harntrakt oft erst spät erkannt werden, wenn sie bereits schwerer zu behandeln sind. Gesundheitsbehörden betonen weiterhin, wie wichtig präventive Tests sind, insbesondere für Risikogruppen.