05 June 2026, 11:47

Wanderungsbewegungen zwischen Siegen-Wittgenstein und Ostdeutschland seit 1990 im Wandel

Ständige Zuwanderung aus Ostdeutschland

Wanderungsbewegungen zwischen Siegen-Wittgenstein und Ostdeutschland seit 1990 im Wandel

Seit der deutschen Wiedervereinigung verzeichnet der Kreis Siegen-Wittgenstein einen stetigen Austausch von Menschen zwischen der Region und den östlichen Bundesländern. Fast 12.700 Personen sind aus der ehemaligen DDR in den Kreis gezogen. Gleichzeitig haben im selben Zeitraum etwa 9.200 Menschen die Region wieder in Richtung Osten verlassen.

Den Höhepunkt der Zuwanderung gab es 1991, als nahezu 1.200 Menschen aus den neuen Bundesländern ankamen. Die meisten Neuzuwanderer der vergangenen Jahrzehnte stammen aus Sachsen-Anhalt, während aus Mecklenburg-Vorpommern die wenigsten kamen.

Ab 2010 pendelte sich der jährliche Zuzug auf ein stabiles Niveau ein – zwischen 200 und 300 Menschen zogen jährlich in die Region. Seit 2020 jedoch verlassen mehr Einwohner Siegen-Wittgenstein in Richtung Osten, als aus den östlichen Bundesländern hinzukommen.

Die Zahlen zeigen einen langfristigen Austausch zwischen dem Kreis Siegen-Wittgenstein und den östlichen Ländern. Zwar haben seit 1990 Tausende in der Region eine neue Heimat gefunden, doch gleichzeitig kehrte auch eine beträchtliche Zahl wieder in den Osten zurück. In den letzten Jahren hat sich das Verhältnis verschoben: Die Abwanderung übersteigt mittlerweile die Zuzüge.

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