11 February 2026, 04:37

Vortrag zu NS-Zwangssterilisationen in Duisburg: Historische Aufarbeitung am 19. Februar

Ein Buchumschlag mit Adolf Hitler umgeben von Leuten mit Mützen, betitelt "Deutsches Kolonial-Feitung" und datiert 11/1940.

Vortrag zu NS-Zwangssterilisationen in Duisburg: Historische Aufarbeitung am 19. Februar

Öffentlicher Vortrag zu Zwangssterilisationen in Duisburg während der NS-Zeit am Donnerstag, 19. Februar 2026

Am Donnerstag, dem 19. Februar 2026, findet in Duisburg ein öffentlicher Vortrag über Zwangssterilisationen in der NS-Zeit statt. Die Veranstaltung, die in der DenkStätte im Stadtarchiv stattfindet, beleuchtet die historischen Auswirkungen dieser Politik in der Region. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Beginn ist um 18:15 Uhr. Referent ist Dr. Bernd Kern von der Universität Duisburg-Essen, der das "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" vom 14. Juli 1933 und dessen Umsetzung bis 1949 analysiert. Im Mittelpunkt stehen politische, soziale und wirtschaftliche Faktoren, die die Durchführung der Maßnahmen in Duisburg prägten.

Anhand ausgewählter Fallbeispiele wird ein statistischer Überblick sowie eine kritische Auseinandersetzung mit den Zwangssterilisationen geboten. Zwar liegen für Duisburg keine genauen Zahlen vor, doch regionale Akten verzeichnen über 1.500 Fälle in Verbindung mit Einrichtungen im Raum Dortmund. Zudem wird der rechtliche und administrative Rahmen dieser Praktiken thematisiert.

Die Teilnehmerzahl ist auf 60 Personen begrenzt. Veranstaltungsort ist die DenkStätte (Karmelitzplatz 5) im Innenhafen Duisburg, direkt im Gebäude des Stadtarchivs.

Der Vortrag ist Teil laufender Forschungen zu NS-Zwangssterilisationen in Duisburg und bietet eine detaillierte Betrachtung der lokalen Umsetzung dieser Politik. Die Veranstaltung richtet sich an die Öffentlichkeit – eine Voranmeldung ist nicht nötig.