Vom ältesten Weihnachtsmarkt Europas bis zu skurrilen Traditionen in Deutschland
Iwona KohlDas älteste, das grünste, das erotischste: Extreme Weihnachtsmarkt - Vom ältesten Weihnachtsmarkt Europas bis zu skurrilen Traditionen in Deutschland
Die Weihnachtsmärkte in Deutschland sind berühmt für ihren festlichen Charme und ihre prächtigen Darbietungen. Manche glänzen mit riesigen Tannenbäumen, andere beeindrucken mit gewaltigen hölzernen Pyramiden. Doch nicht alle historischen Märkte liegen innerhalb der deutschen Grenzen – der älteste Europas befindet sich gleich jenseits der Grenze.
Der Christkindelsmärik in Straßburg, Frankreich, trägt den Titel des ältesten Weihnachtsmarktes Europas. Erstmals 1570 abgehalten, ist er älter als viele der berühmtesten festlichen Versammlungen in Deutschland. Dennoch kann Deutschland auch heute noch mit beeindruckenden 2.500 bis 3.000 größeren Märkten pro Jahr aufwarten.
Die Märkte unterscheiden sich stark in Stil und Thema. Essen setzt auf ein umweltfreundliches Konzept: Hier wird das Essen auf wiederverwendbarem Porzellan serviert, Pommes frites gibt es in Papiertüten. Der St.-Pauli-Weihnachtsmarkt in Hamburg hingegen schlägt einen gewagteren Ton an. Direkt am Rand des Rotlichtviertels gelegen, bietet er provokante Auftritte und ermutigt Besucher, sich in auffälligen, ungewöhnlichen Outfits zu präsentieren. Doch nicht nur skurrile Themen prägen die deutschen Märkte – manche begeistern schlicht durch ihre schiere Größe. Gigantische Tannenbäume und meterhohe Holzpyramiden schaffen eine märchenhafte Atmosphäre und locken Besucher aus ganz Deutschland an.
Von historischen Traditionen in Straßburg bis hin zu nachhaltigen Praktiken in Essen – die Weihnachtsmärkte der Region bieten für jeden etwas. Die schiere Anzahl der deutschen Märkte garantiert eine Mischung aus klassischem Charme und modernen Interpretationen. Die Besucher dürfen sich auf alles freuen: von prunkvollen Dekorationen bis hin zu verspielt-ungewöhnlicher Unterhaltung.