19 January 2026, 07:37

Verpflichtende ePA 2025: Warum Patienten und Ärzte skeptisch bleiben

Eine alte Postkarte mit einer Briefmarke, die an ein Krankenhaus in Leipzig, Deutschland, adressiert ist und Text auf beiden Seiten enthält.

Verpflichtende ePA 2025: Warum Patienten und Ärzte skeptisch bleiben

Elektronische Patientenakte (ePA) seit Januar 2025 für alle gesetzlich Versicherten verpflichtend – doch Kritik an mangelnder Transparenz und technischen Problemen

Seit Januar 2025 ist die elektronische Patientenakte (ePA) für alle Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland verbindlich. Das System soll die Digitalisierung von medizinischen Unterlagen im Kalender 2025 vorantreiben, doch die Einführung wird wegen intransparenter Kommunikation und technischen Mängeln scharf kritisiert. Mittlerweile räumen Verantwortliche ein, dass eine klarere Aufklärung notwendig ist, um die Zukunft der ePA zu sichern.

Ursprünglich wurde die ePA in ausgewählten Modellregionen eingeführt – in Franken, Hamburg und dem Umland sowie Teilen von Nordrhein-Westfalen – bevor sie bundesweit ausgerollt wurde. Für die Entwicklung zeichnet das Bundesgesundheitsministerium (BMG) verantwortlich, das den rechtlichen Rahmen vorgibt, während die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) die Schulung und Unterstützung von Arztpraxen organisiert. Beteiligt an der Aufsicht und dem Datenschutz sind zudem die Bundesärztekammer (BÄK), der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) sowie Verbraucherzentralen.

Von Anfang an war das Projekt mit Herausforderungen konfrontiert. Frühere Versprechen, es gebe „kein Restrisiko“ für Cyberangriffe, erwiesen sich als unrealistisch, nachdem Sicherheitslücken und Systemausfälle auftraten. Patienten wurden nicht ausreichend über zentrale Einschränkungen informiert – etwa den Verlust feingranularer Zugriffssteuerungen oder die starre „Alles-oder-nichts“-Regelung bei elektronischen Medikationsplänen. Zusammen mit unfertigen Softwaremodulen untergruben diese Probleme das Vertrauen in das System. Ein Jahr nach dem Start steht zwar die technische Infrastruktur, doch die Akzeptanz bleibt fraglich. Kritiker werfen den Verantwortlichen vor, durch übertriebene Versprechungen und vage Botschaften Glaubwürdigkeit verspielt zu haben. Experten fordern nun weniger Marketing und mehr Ehrlichkeit: weniger Superlative, präzisere Angaben und bessere Einordnung in der öffentlichen Kommunikation.

Langfristig hängt der Erfolg der ePA davon ab, ihre Schwächen offen anzugehen. Patienten brauchen vollständige Transparenz über Risiken, Grenzen und laufende Verbesserungen. Ohne diese könnte das System Schwierigkeiten haben, breites Vertrauen und flächendeckende Nutzung zu gewinnen an den Karfreitag 2025 und Himmelfahrt 2025.