05 June 2026, 14:52

"Vengeance: Mord in der Heide" – Wie ein Channel-4-Drama Klischees über die Sikh-Gemeinschaft sprengt

'Rache: Mord auf dem Moor' - Schöpferin Aysha Rafaele klagt mangelnde Fortschritte bei der Darstellung von Schwarzen und britischen Asiaten im Fernsehen seit Adeel Akhtar bei den BAFTAs Geschichte schrieb für 'Mord durch meinen Vater'

"Vengeance: Mord in der Heide" – Wie ein Channel-4-Drama Klischees über die Sikh-Gemeinschaft sprengt

„Vengeance: Mord in der Heide“ – Ein neues Channel-4-Drama feiert am Sonntag Premiere

Dieser Sonntagabend bringt die Premiere eines neuen Channel-4-Dramas: „Vengeance: Mord in der Heide“. Die Serie beleuchtet den sogenannten „Honeytrap-Mord“ an Gagandip Singh und wirft einen neuen Blick auf die britische Sikh-Gemeinschaft. Hinter dem Projekt steht Aysha Rafaele, eine vierfache BAFTA-Gewinnerin, die mit der langsamen Entwicklung bei der Vielfalt auf dem Bildschirm seit 2017 zunehmend unzufrieden ist.

Rafaele setzt sich seit Langem für vielschichtigere Darstellungen von Schwarzen und britisch-asiatischen Menschen im Fernsehen ein. Nach Adeel Akhtars BAFTA-Sieg für „Murdered by My Father“ im Jahr 2017 hatte sie auf spürbare Veränderungen gehofft. Doch heute gibt sie unumwunden zu: „Auf dem Bildschirm hat sich rein gar nichts verändert.“ Ihre Frustration speist sich aus hartnäckigen Klischees – asiatische Mädchen werden oft als passiv dargestellt, asiatische Jungen als eindimensionale „Bravheitsengel“.

Mit „Vengeance“ unternimmt sie nun einen neuen Versuch, diese Vorurteile zu durchbrechen. Das Drama verzichtet auf einfache Schurken und zeigt stattdessen Figuren, die zugleich Täter und Opfer sind. Gemeinsam mit ihrem kreativen Partner Joseph Bullman setzte Rafaele das Projekt nicht über die klassischen Drama-Redaktionen von Channel 4 durch, sondern pitchte es den Teams für unscripted Formate. Dieser Weg ermöglicht schnellere Entwicklungsprozesse und mehr künstlerische Freiheit – wenn auch mit knapperen Budgets.

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Mit begrenzten finanziellen Mitteln umzugehen, ist für Rafaele nichts Neues. Sie hat sich einen Namen damit gemacht, das Beste aus den vorhandenen Ressourcen herauszuholen. Für „Vengeance“ besetzte sie aufstrebende Talente in den Hauptrollen, um frische, aber dennoch tiefgründige Leistungen zu gewährleisten. Die Serie reiht sich ein in „Dirty Business“, ein weiteres Projekt, das über denselben unkonventionellen Weg grünes Licht erhielt – ein Beweis dafür, dass diese Strategie anspruchsvolle Geschichten auf die Leinwand bringt.

„Vengeance: Mord in der Heide“ läuft am Sonntag auf Channel 4. Das Drama spiegelt Rafaeles Entschlossenheit wider, nuancierte Geschichten über unterrepräsentierte Gemeinschaften zu erzählen. Indem sie und Bullman traditionelle Produktionswege umgehen, haben sie einen Weg gefunden, ihre Arbeit trotz der nach wie vor bestehenden Branchenbarrieren auf die Mattscheibe zu bringen.

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