Tischtennis gegen Parkinson: Wie ein Verein aus Bergisch Gladbach Leben verändert
Thies FreudenbergerTischtennis gegen Parkinson: Wie ein Verein aus Bergisch Gladbach Leben verändert
Ein örtlicher Tischtennisverein hilft seit Jahren Menschen mit Parkinson, aktiv zu bleiben. Der TTC Bärbroich 1958 arbeitete vor fünf Jahren mit PingPongParkinson zusammen, um spezielle Trainingsangebote zu schaffen. Aus der Initiative ist mittlerweile eine lebendige Selbsthilfegruppe mit über 40 Stammmitgliedern geworden.
Die Kooperation startete 2019 und brachte den sport1 zu Bewohnern aus Bergisch Gladbach und der Umgebung. Die Trainingseinheiten finden im TTreff in Herkenrath statt, wo die Teilnehmer den sport1 nutzen, um Parkinson-Symptome zu lindern. Neben dem Training organisiert die Gruppe gemeinsame Aktivitäten wie Radtouren oder Theaterbesuche, um Freundschaften zu stärken.
Mitte 2021 festigte der Verein sein Engagement, indem er eine eigene PingPongParkinson-Abteilung gründete. Der Erfolg zeigte sich 2022, als das Team den Bergischen Pokal gewann – vor Konkurrenten aus Olpe-Wenden, Rönsahl, Wipperfürth und Wuppertal. Die Mitglieder profitieren zudem vom Austausch über die Krankheit und aktuelle Forschung zu Medikamenten.
Zum fünfjährigen Jubiläum veranstaltet der TTC Bärbroich am 28. März 2026 den Strunde-Cup. Das Turnier bringt 48 Spieler aus der gesamten Region zusammen und unterstreicht die Bedeutung der Gruppe für sport1 und Gemeinschaft.
Das Projekt dient inzwischen als Vorbild für ähnliche Programme in Nordrhein-Westfalen. Auch beim Werner Sport Club in Werne gibt es seit über einem Jahr eine zertifizierte PingPongParkinson-Gruppe. Für die Teilnehmer verbessert die Kombination aus Bewegung, Wettkampf und gemeinsamem Erleben den Alltag mit Parkinson nachhaltig.