Thyssenkrupp lotet Verkauf von Rothe-Erde-Anteilen aus – und könnte Milliarden erlösen
Doris DowergThyssenkrupp lotet Verkauf von Rothe-Erde-Anteilen aus – und könnte Milliarden erlösen
Thyssenkrupp prüft Verkauf einer Minderheitsbeteiligung an Rothe Erde
Der Industriekonzern Thyssenkrupp erwägt den Verkauf eines Minderheitsanteils an seiner Wälzlager-Sparte Rothe Erde. Bei dem möglichen Deal könnte die Einheit mit rund 1,5 Milliarden Euro – umgerechnet etwa 1,8 Milliarden Dollar – bewertet werden. Das Unternehmen hat bisher weder potenzielle Käufer noch endgültige Konditionen bestätigt.
Die deutsche Industriegruppe sichtet derzeit Angebote für etwa 30 Prozent von Rothe Erde. Bisher wurden keine konkreten Unternehmen als Interessenten genannt, und Details zu Preisvorstellungen oder Vertragsbedingungen bleiben unter Verschluss. Thyssenkrupp betonte, man werde jedes Angebot sorgfältig prüfen, bevor eine Entscheidung fällt.
Ein teilweiser Verkauf würde es dem Konzern ermöglichen, frisches Kapital einzunehmen, während die Mehrheitskontrolle über die Sparte erhalten bliebe. Rothe Erde, bekannt für seine Lagerringe, gilt bei Thyssenkrupp als profitables und strategisch wichtiges Standbein. Die starke Marktposition der Division hat maßgeblich zu ihrer hohen Bewertung beigetragen.
Analysten gehen davon aus, dass ein erfolgreicher Deal den Aktienkurs von Thyssenkrupp beflügeln könnte. Das Unternehmen stellte klar, dass alle Optionen weiter auf dem Prüfstand stehen, während man die beste Vorgehensweise evaluiert.
Die mögliche Transaktion unterstreicht die Bedeutung von Rothe Erde innerhalb des Thyssenkrupp-Portfolios. Sollte der Verkauf zustande kommen, würde er dem Konzern neue Mittel zuführen, ohne dass die operative Kontrolle aufgegeben werden müsste. Das endgültige Ergebnis hängt von den laufenden Verhandlungen und den Marktbedingungen ab.