Sternsinger kämpfen 2024 gegen Kinderarbeit: Wie Kinder in Deutschland Zeichen setzen
Thies FreudenbergerSternsinger kämpfen 2024 gegen Kinderarbeit: Wie Kinder in Deutschland Zeichen setzen
Sternsinger-Aktion: Kinder in ganz Deutschland setzen Zeichen gegen Kinderarbeit
In ganz Deutschland haben Kinder erneut an der Tradition des Sternsingens, dem Dreikönigssingen, teilgenommen. Die diesjährige Kampagne unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ will auf das Thema Kinderarbeit aufmerksam machen und gleichzeitig Spenden für benachteiligte Kinder sammeln. Die seit 1959 bestehende Initiative hat sich zur größten Solidaritätsbewegung von Kindern für Kinder weltweit entwickelt.
In Heinsberg besuchten über 20 junge Sternsinger, verkleidet als die Heiligen Drei Könige, Bürgermeister Kai Louis im Rathaus. Begleitet von Pfarrer René Mertens und Ehrenamtlichen überbrachten sie den Segen und informierten über die Kampagne gegen Kinderarbeit in Bangladesch.
Unterdessen empfing in einer anderen Stadt Bürgermeister Claudio Provenzano gemeinsam mit Sabine Eilers eine Gruppe Sternsinger im Rathaus. Die Kinder, in festliche Gewänder gekleidet, führten den traditionellen Neujahrssegen auf. Als Dankeschön lud Provenzano sie zu heißer Schokolade und Keksen ein, bevor er eine Spende von über 350 Euro überreichte – das Geld stammte aus einer Tombola. Das Sternsingen besitzt in Deutschland eine tiefe kulturelle Bedeutung. 2015 wurde die Tradition in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Bereits 2004 erhielten die Münsteraner Sternsinger den Westfälischen Friedenspreis für ihr Engagement. Seit dem Start der Aktion wurden über eine Milliarde Euro für notleidende Kinder weltweit gesammelt.
Die diesjährige Kampagne verbindet erneut Wohltätigkeit mit kultureller Tradition. Die gesammelten Mittel fließen in Projekte gegen Kinderarbeit, damit mehr Kinder zur Schule gehen können statt arbeiten zu müssen. Die lange Geschichte und die anhaltende Wirkung der Aktion unterstreichen ihre Bedeutung als zentraler Baustein der gemeindebasierten Hilfe.