04 April 2026, 12:22

Start-up nutzt Duschwasser-Wärme und spart Energie in Gebäuden

Badezimmer mit einer Duschwanne, Toilette und Tür auf der rechten Seite, mit Fliesenwänden und Deckenleuchten.

Start-up nutzt Duschwasser-Wärme und spart Energie in Gebäuden

Ein deutsches Start-up geht gegen Energieverschwendung vor – mit Wärme aus Duschwasser

Die Unocconi GmbH aus Filderstadt hat eine einfache, aber wirkungsvolle Methode entwickelt, um den Energieverbrauch in Gebäuden zu senken. Angesichts steigender Energiekosten und wachsender Klimasorgen gewinnt die Idee in ganz Europa an Fahrt.

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Steffen Nittbaur, ein 60-jähriger Industrieingenieur, verließ nach 25 Jahren bei Mercedes-Benz das Unternehmen, um gemeinsam mit seinem Sohn Valentin Unocconi zu gründen. Der 24-Jährige bringt einen doppelten Abschluss in Betriebswirtschaft mit und teilt die Innovationsfreude seines Vaters. Steffen, der später im Fernstudium einen Master in Umweltwissenschaften erwarb, sieht in der Wärmerückgewinnung einen praktischen Hebel im Kampf gegen den Klimawandel.

Die Technologie funktioniert, indem sie die Wärme aus dem Abwasser nutzt, während es aus der Dusche abläuft. Dieses Prinzip ist in Ländern wie den Niederlanden oder Schweden bereits weit verbreitet – allein in Deutschland könnten bis 2025 über 100.000 solcher Systeme installiert sein. Doch trotz ihrer Effizienz ist die Methode hierzulande noch wenig bekannt, vor allem wegen regulatorischer Hürden.

Unocconi will das ändern und setzt auf dezentrale Wärmerückgewinnung als eine der effektivsten Energiesparmaßnahmen in Gebäuden. Die Lösung ist simpel, aber wirkungsvoll – ein kleinteiliger Ansatz mit großem Potenzial. Die Arbeit des Start-ups zeigt, wie sich schon kleine Anpassungen im täglichen Energieverbrauch summieren können. Während Deutschland im europäischen Vergleich noch hinterherhinkt, könnte Unocconis Initiative helfen, die Lücke zu schließen. Ob sich die Technologie durchsetzt, hängt nun von der Marktnachfrage und klareren gesetzlichen Rahmenbedingungen ab.

Quelle