SPD warnt: Streichung des Deutschlandtickets in Willich gefährdet Schüler-Mobilität
Irmtraut BeckerSPD warnt: Streichung des Deutschlandtickets in Willich gefährdet Schüler-Mobilität
Die SPD hat Pläne scharf kritisiert, das Deutschlandticket für Schüler in Willich abzuschaffen. Derzeit erhalten berechtigte Schüler den bundesweit gültigen Fahrschein, doch künftig soll nur noch das SchokoTicket finanziert werden, das ausschließlich im VRR-Netz gilt. Parteivertreter argumentieren, dass diese Änderung die Mobilität und das Sozialleben junger Menschen unangemessen einschränken würde.
Lukas Maaßen, Vorsitzender der SPD-Fraktion, warnte, dass die Streichung des Deutschlandtickets das 25-Millionen-Euro-Haushaltsloch in Willich nicht lösen werde. Er betonte, dass der Fahrschein Familien entlaste, indem er die Abhängigkeit vom Auto verringere, und jungen Menschen Fahrten zur Schule, in der Freizeit oder zu Freundinnen und Freunden erleichtere.
Das auf das VRR-Gebiet beschränkte SchokoTicket biete deutlich weniger Flexibilität als das Deutschlandticket. Laut SPD würde dieser Wechsel Schüler daran hindern, sich frei im ganzen Land zu bewegen. Maaßen nannte den Vorschlag kurzsichtig, da er einen Bereich treffe, der für den Alltag junger Menschen entscheidend sei.
Die Partei verwies zudem auf grundsätzliche Bedenken hinsichtlich Gerechtigkeit und sozialer Teilhabe. Ohne das Deutschlandticket könnten viele Schüler auf unabhängige Mobilität verzichten müssen – mit Folgen für ihre Bildung und persönliche Entwicklung. Die SPD besteht darauf, dass Mobilität nicht dem Haushaltsausgleich geopfert werden dürfe.
Falls die Änderung umgesetzt wird, bleibt für Willicher Schüler nur noch das SchokoTicket finanziert. Es würde das aktuelle Deutschlandticket ersetzen, das bundesweite Fahrten ermöglicht. Die SPD lehnt die Pläne weiterhin ab und verweist auf langfristige Nachteile für die Freiheit und gesellschaftliche Teilhabe junger Menschen.






