Solingens Innenstadt kämpft um ihre Zukunft – doch ein Masterplan soll die Wende bringen
Doris DowergSolingens Innenstadt kämpft um ihre Zukunft – doch ein Masterplan soll die Wende bringen
Solingens Innenstadt verkommt seit Jahren
Leerstehende Läden, kaum Gastronomie und ein Mangel an sozialen Begegnungsstätten prägen den prekären Zustand des Zentrums. Die Gründe sind vielfältig: die Verlagerung wichtiger Dienstleistungen in größere Städte, die Abwanderung der Industrie und der Aufstieg von Discountern sowie dem Online-Handel.
Lokale Politiker haben versucht, mit Einzelprojekten und Fachkonzepten gegenzusteuern. Doch es fehlte bisher an einer einheitlichen Strategie. Walsken betont, dass eine echte Belebung der Innenstadt nur gelingen kann, wenn auch die umliegenden Stadtteile einbezogen werden.
Er fordert einen ganzheitlichen Masterplan für den gesamten Ringschluss um die Stadt. Dieser soll Stadtplanung, soziale Bedürfnisse, Kultur, Klima, Verkehr und Gemeinschaftsbildung umfassen. Walsken pocht zudem auf eine breite Bürgerbeteiligung und die Einbindung externer Expertise.
Seine Vorschläge sind konkret: eine stärkere Vernetzung der Glasernen Werkstatt mit lokalen Gründerszenen, neuer Studentenwohnraum, dezentrale Gesundheitsversorgung und Beratungsangebote zur Digitalisierung. Zudem will er attraktive Rahmenbedingungen schaffen, um eine moderne, mobile und gut verdienende Zielgruppe anzuziehen.
Walsken plädiert für einen langfristigen Strategiewechsel. Ziel ist die umfassende Entwicklung des Stadtzentrums und seines Umlands. Ohne einen solchen Plan könnte der Niedergang des Solinger Herzstücks weiter voranschreiten.
